Jun 15, 2019 06:50 CET

UNO-Generalsekretär warnt: Die Region kann sich keinen weiteren Krieg leisten.

War der anti-iranische Kriegstreiber in der US-Präsidialverwaltung, (Un)Sicherheitsberater John Bolton, nach der ersten Anschlagsserie im Golf von Oman vom 12. Mai mit seinen Iran-Beschuldigungen („fast ganz sicher“) noch ziemlich allein, so gehen US-amerikanische Politiker und ihre britischen Freunde jetzt, nach der zweiten Runde von Anschlägen auf zwei Tanker am 13. Juni, wieder im Golf von Oman, aggressiv nach vorn: Trump ist sich sicher: „Der Iran war’s!“ Rest-Europa ist hier in Analysen und Aussagen zwar wesentlich vorsichtiger, widerspricht jedoch den Verbündeten nicht direkt. Tatsache ist: Es gibt keinerlei Beweise - diesmal immerhin jedoch ein offizielles Video der US-Marine. Geradezu akademisch und sehr optimistisch meint dazu die New York Times, das Video belege, dass die iranisch aussehende Besatzung eines iranischen aussehenden Küstenschnellboots etwas von der Bordwand eines der Tanker, der japanisch betriebenen „Kokuka Courageous“ abgenommen habe, möglicherweise eine Haftmine. Tatsächlich belegen Militärvideos selten irgendetwas, zumal dann, wenn sie schwarz-weiß, derart verschwommen und von schlechter Qualität sind - das lässt sich alles selbst basteln. Wer auf derartig wenig und minderwertiges Material kriegstreibende Beschuldigungen aufbaut, sucht offenbar emsig nach Gründen, um einen Krieg zu beginnen, den er offenbar dringend wünscht - meint der Bundesvorsitzende der Neuen Mitte, Christoph Hörstel. Seyed Hedayatollah Schahrokny sprach mit ihm über die sehr ernste und brandgefährliche Lage, Analysen der Motivationslagen in westlichen Staaten - und mögliche Schuldige der heimtückischen Angriffe auf die zivile Schifffahrt in geostrategisch höchst wichtigen Gewässern.