Interview mit Christoph Hörstel
Während der Westen weiter gegen Iran hetzt, ungeachtet fehlender Stichhaltigkeit: und dabei ein Boot mit 640 Tonnen Öl an Bord zum „Tanker“ aufbläst - haben USA und Türkei in der abgelaufenen Woche eine wichtige grundsätzliche Einigung zum Thema Pufferzone in Nordostsyrien erreicht.
Ankara hatte zuvor offen mit Einmarsch gedroht - das konnte der neue US-Kriegsminister Mark Esper auf diese Weise knapp abwenden. Dies ist vermutlich das erste Mal in der Nachweltkriegszeit, dass ein atomwaffenfreier Staat mit offenen militärischen Drohungen gegen US-Interessen ein Einlenken Washingtons erreicht hat.
Der türkische Präsident Erdoğan betreibt hier Politik auf Messers Schneide: Was er Washington bietet, ist die fortgesetzte Destabilisierung Nordwestsyriens mit türkischen Besatzungs- und Einflusszonen in Afrin, Idlib und Nordhama: alles zu Lasten der syrischen Nachbarn.
Über Einzelheiten der Lage, Hintergründe und Aussichten sprach Syed Hedayatollah Schahrokny mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.