Nabih Berri: Die Hisbollah hält sich an die Waffenruhe
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Der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri
ParsToday– Der libanesische Parlamentspräsident sagte, dass die Hisbollah die Waffenruhe weiterhin einhalte, Israel diese jedoch verletze.
Laut ParsToday unter Berufung auf die Nachrichtenagentur IRNA sagte der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri, dass ein israelischer Rückzug aus dem Süden des Libanon, die Stationierung der libanesischen Armee, die Rückkehr der Bewohner in ihre Städte und Dörfer, die Freilassung der Gefangenen sowie die Ausarbeitung eines Plans zum Wiederaufbau der zerstörten Gebiete mit arabischer und internationaler Unterstützung gemeinsame Ziele seien.
Berri würdigte zudem die Solidarität aller gesellschaftlichen Gruppen im Libanon gegenüber den vertriebenen Menschen, die aufgrund der gezielten Zerstörung ihrer Dörfer durch das israelische Regime ihre Häuser verlassen mussten.
Er zeigte sich zufrieden mit den Bemühungen, die zur Waffenruhe geführt hätten, und äußerte die Hoffnung, dass diese Bestand haben werde. Gleichzeitig betonte er, dass dies von der Einhaltung der Vereinbarung durch Israel abhänge. Verhandlungen unter dem Druck fortgesetzter Angriffe seien nicht akzeptabel.
Mit Blick auf die Zustimmung Israels zur Waffenruhe erklärte Berri, dass diese erst nach erheblichem Druck erfolgt sei, nachdem der Süden des Libanon zwei besonders blutige Tage erlebt hatte. Dabei seien Dutzende Zivilisten getötet worden, darunter Mitarbeiter des Zivilschutzes sowie ältere Menschen, Frauen und Kinder.
Berri betonte, dass es nicht im Interesse des Libanon liege, Zeit zu verlieren und Israel somit die Fortsetzung seiner Angriffe zu ermöglichen. Die Lösung bestehe in der Festlegung eines Zeitplans für den Rückzug Israels aus dem Süden des Landes im Gegenzug zur Stationierung der libanesischen Armee. Dies sei der kürzeste Weg, um den Süden von der Besatzung zu befreien.
Weiter erklärte er, dass der Rückzug Israels aus jedem Gebiet – beispielsweise aus der Region Tyros – unmittelbar von der Entsendung der libanesischen Armee begleitet werden müsse. Dadurch würde die Rückkehr der Vertriebenen in ihre Heimatorte ermöglicht, wobei die Rückkehr jeweils auf die Bewohner der betreffenden Region beschränkt sein sollte.