Massengräber mit 130 Leichen in Nordsyrien entdeckt
London(dradio/parsToday)- In zwei Massengräbern im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten die Leichen von etwa 130 Menschen gefunden worden.
Wie der Vorsitzende der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Abdulrahman Ramy, mitteilte, wurden sie gestern und heute in der Nähe der Stadt Chan Scheikun entdeckt. Die Opfer seien entweder erschossen oder geköpft worden. Bei den Toten handele es sich überwiegend um Kämpfer der Terrormiliz "Dschund al-Aksa".
Unter den Toten sollen sich 11 Kommandanten befinden. Unklar ist, wie sie in Gewahrsam ihrer Gegner kamen.
Die Gruppe hatte sich vergangene Woche heftige Kämpfe mit der Fateh al-Scham, der früheren Al-Nusra-Front, geliefert. Die beiden Gruppen hatten sich im Oktober verbündet, doch im Januar wieder überworfen. Beide kämpfen um die Vorherrschaft in Idlib.