Interview mit Christoph Hörstel
Die Katarkrise schwelt weiter. US-Außenminister Tillerson kam und schloss ein Abkommen über Terrorbekämpfung.
Jetzt reist der französische Kollege - und versucht, Frankreichs Geschäfte beidseits des Gasfeldes Süd-Pars zu retten - was aus britisch-amerikanischer Sicht gehässig kommentiert wird.
Tatsache bleibt: Qatar fügt sich den anti-iranischen Bedingungen seitens der arabischen Partner nicht, bleibt jedoch konstruktiv und dialogbereit. Washington bemüht sich unterdessen, das Gespenst wachsenden iranischen Einflusses in der Region zu beschwören - und kritisiert dabei exakt die politischen Bewegungen Teherans, die sonst Washingtons eigens Markenzeichen sind. Mit anderen Worten: Wenn Washington außenpolitisch erfolgreich ist, wird das Gute, Schöne und Wahre gefördert - aber wehe, wenn Teheran Erfolge erzielt...