UNO will Fall Jemen an IStGH überweisen
Genf (ParsToday) - Der UN-Menschenrechtsrat in Genf will den Fall Jemen an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag überweisen.
Einem Bericht des Senders Al-Mayadeen zufolge hat der UN-Menschenrechtsrat in Genf am Dienstag bei einer Sitzung unter Hinweis auf die schweren Menschenrechtsverletzungen beim Krieg der saudisch geführten Angreiferkoalition gegen den Jemen auch den Stopp von Waffenlieferungen an diese Koalition gefordert.
Weiter hieß es, dass Waffenlieferungen an die saudisch geführte Koalition zu einer erheblichen Verschlechterung der Lage im Jemen führe.
Laut dem Menschenrechtsrat steht der Großteil der Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit den Bombardierungen bei Luftangriffen.
Die Vereinten Nationen haben in einem kürzlich veröffentlichten Bericht ihre große Besorgnis über den Einsatz von Streumunition bei den militärischen Operationen der Angreiferkoalition im Jemen zum Ausdruck gebracht.
Der EU-Außenbeauftragte Joseph Borrell traf am Dienstag in Brüssel mit dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan Al Saud zusammen, um seine Besorgnisse über die Entwicklungen im Jemen zum Ausdruck zu bringen, und forderte alle Seiten auf, den katastrophalen Konflikt in diesem Land zu beenden.
Trotz früherer Behauptungen des saudischen Regimes, es habe einem Waffenstillstand im Jemen aufgrund der Coronanvirus-Epidemie zugestimmt, hat es das Land weiterhin bombardiert. Als Reaktion auf diese Verbrechen zielten die jemenitischen Streitkräfte in mehreren Phasen auf die Positionen des saudischen Militärs und seiner Söldner. Jemenitische Verantwortungsträger haben betont, dass das saudische Regime eine schmerzhafte Antwort erhalten werde, wenn es den Waffenstillstand nicht einhalte.