Israel zerstörte bisher nahezu 166.000 palästinensische Häuser
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Al-Quds (Press TV) - Das israelische Regime hat Berichten zufolge seit Beginn seiner illegalen Existenz nahezu 166.000 palästinensische Häuser zerstört.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Oct 07, 2020 11:13 Europe/Berlin
  • Israel zerstörte bisher nahezu 166.000 palästinensische Häuser

Al-Quds (Press TV) - Das israelische Regime hat Berichten zufolge seit Beginn seiner illegalen Existenz nahezu 166.000 palästinensische Häuser zerstört.

Das palästinensische Informationszentrum zitierte einen Bericht des "Landforschungszentrums der Arab Studies Association" im besetzten Al-Quds (Jerusalem) und gab am Dienstag in einer Erklärung bekannt, dass das israelische Regime seit seiner Gründung 165.690 palästinensische Häuser dem Erdboden gleichgemacht habe und rund eine Million Palästinenser sowohl im Inland als auch ins Ausland vertrieben worden seien.

"In den ersten neun Monaten des aktuellen Jahres (2020) haben die Besatzerkräfte des israelischen Regimes 450 Häuser und Einrichtungen abgerissen sowie mehrere Palästinenser dazu gezwungen, ihre Häuser mit eigenen Händen abzureißen", fügte das Zentrum hinzu.

Weiter heißt es, dass die Palästinenser allein im besetzten Al-Quds (Jerusalem) dringend 25.000 neue Wohnungen benötigten.

In der Erklärung wurde auch unterstrichen, dass das israelische Regime den Wohnungsbau der Palästinenser begrenzt und sie dadurch gezwungen habe, ihre Häuser ohne Genehmigung zu bauen. 

Die israelischen Behörden zerstören palästinensische Häuser im besetzten Al-Quds (Jerusalem) und anderswo im Westjordanland normalerweise unter dem Vorwand, dass diese ohne Genehmigung gebaut worden seien. 

Der Ministerpräsident des israelischen Regimes Benjamin Netanjahu hat angekündigt, die Pläne zur Annexion weiterer Gebiete im besetzten Westjordanland gemäß dem von US-Präsident Donald Trump vorgestellten "Deal des Jahrhunderts" umzusetzen, um die Palästinenser weiter zu verdrängen.

Trump stellte den sogenannten "Deal des Jahrhunderts" im Januar 2020 im Weißen Haus offiziell, mit Netanjahu an seiner Seite, vor, während palästinensische Vertreter nicht eingeladen wurden.

UNO fordert Israel auf, illegale Annexionspläne zu stoppen

Der Ministerpräsident des israelischen Regimes Benjamin Netanjahu, der am 17. Mai 2020 für eine weitere Amtszeit vereidigt wurde, hatte angekündigt, dass er ab 1. Juli 2020 die Annexionspläne für weitere Gebiete im besetzten Westjordanland umsetzen wolle. Sein Versprechen, die israelische Souveränität über Siedlungen im Westjordanland auszuüben und Teile der besetzten palästinensischen Gebiete zu annektieren, stieß auf heftigen internationalen Widerstand. 

Die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die wichtigsten arabischen Länder haben erklärt, dass eine Annexion von Teilen des Westjordanlandes gegen das Völkerrecht verstoße und die Aussichten auf die Errichtung eines souveränen palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 untergraben würde.

Die Palästinenser wollen das Westjordanland als Teil eines künftigen unabhängigen palästinensischen Staates mit Ost-Al-Quds als Hauptstadt, aber die aggressiven Pläne des israelischen Regimes haben den Aussichten auf Frieden schwer geschadet.

Mehr als 600.000 Israelis leben in über 230 Siedlungen, die seit der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete im Westjordanland und in Ost-Al-Quds im Jahr 1967 errichtet wurden. Alle israelischen Siedlungen sind nach internationalem Recht illegal.

 

Wieder Proteste in Tel Aviv gegen Netanjahu

Erneut Demonstrationen gegen Netanjahu

Medienberichten zufolge kam es am Dienstag in Tel Aviv während Demonstrationen gegen Netanjahu zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und israelischen Militärs.

Die Demonstranten trugen Transparente mit der Aufschrift "Unterdrücker! Rücktritt!" und ein Bild des israelischen Premierministers hinter Gittern, ein Hinweis auf den laufenden Prozess gegen Netanjahu wegen Korruptionsverdacht.

Die Israelis haben in den letzten Monaten mehrfach gegen die steigende Arbeitslosigkeit, die Zunahme von Covid-19-Infektionen und die Rückkehr der Coronavirus-Beschränkungen protestiert.

Die Knesset hat in der vergangenen Woche ein Gesetz verabschiedet, das aufgrund der Coronavirus-Pandemie die Demonstrationsfreiheit einschränkt. Kritiker sehen das als Versuch, die seit Wochen andauernden Proteste gegen Netanjahu zu ersticken.