Israelische Streitkräfte verletzen Dutzende Palästinenser in Bethlehem
Tel Aviv (ParsToday/PressTV) - Israelische Truppen haben Palästinenser in der Stadt Bethlehem im zentralen Teil des von Tel Aviv besetzten Westjordanlandes angegriffen und Dutzende von ihnen verletzt.
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, als die Einsatzkräfte die al-Saf-Straße im Zentrum von Bethlehem stürmten, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Die Agentur sagte, die Streitkräfte hätten am Standort Amoklauf betrieben und die Zivilisten dort mit „giftigen Gasen“ zum Ziel genommen.
Ein Palästinenser wurde ebenfalls in der Nähe seines Hauses in der Stadt verhaftet.
Die Spannungen im Westjordanland haben seit einer jüngsten Entwicklung zugenommen, bei der der israelische Präsident Isaac Herzog die Ibrahimi-Moschee in der südlichen Stadt al-Khalil stürmte und schändete.
Bei der Begebenheit, die während des jüdischen Chanukka-Festes stattfand, nahm Herzog unter strengen militärischen Maßnahmen an einer Zeremonie zum Anzünden von Kerzen in der Moschee teil.
Israelische Truppen schlossen die Tore der Moschee und hinderten die palästinensischen Bewohner daran, auf dem Gelände zu beten. Sie haben zudem Zivilisten aus der Nähe der Moschee vertrieben und ihnen verboten, ihren üblichen Geschäften nachzugehen.
Palästinensische Gruppen und andere Organisationen, einschließlich der Arabischen Liga, haben den Einfall als einen weiteren Schritt zur Judaisierung islamischer und christlicher heiliger Stätten durch das israelische Regime angeprangert.
Das Regime hat das Westjordanland 1967 durch einen vom Westen unterstützten Krieg besetzt. Seitdem hat es das palästinensische Gebiet mit Hunderten illegaler Siedlungen übersät und die Bewegungsfreiheit der Palästinenser dort stark eingeschränkt.