Hisbollah lehnt US-Unterstützungsangebot zur Beendigung der Konfrontation mit Israel ab
Beirut (ParsToday/Press TV) - In einem seltenen Interview, das vor etwa 20 Jahren aufgenommen und diese Woche ausgestrahlt worden ist, hat der Generalsekretär der libanesischen Hisbollah Sayyed Hassan Nasrallah gesagt, die Widerstandsbewegung habe Geld- und Unterstützungsangebote der USA im Gegenzug der Beendigung der Konfrontation mit dem israelischen Regime abgelehnt.
Der libanesische Sender al-Mayadeen strahlte eine fünfteilige Dokumentarserie mit dem Titel „40 and Beyond“ über die Hisbollah aus. Die Serie wurde anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung der Hisbollah sowie des 30. Jahrestages der Wahl von Nasrallah zum Generalsekretär der Bewegung ausgestrahlt. Die Episoden enthalten ein unsichtbares Interview von Nasrallah mit Ghassan Ben Jeddou, dem derzeitigen CEO von al-Mayadeen.
Im 3. Teil der Serie sagte Nasrallah, die USA hätten der Hisbollah nach der Befreiung des Südlibanon und des westlichen Bekaa im Jahr 2000 mehrere Angebote gemacht, mit dem Ziel, die Bewegung zu neutralisieren und sie aus dem arabisch-israelischen Konflikt zu eliminieren.
Die USA versuchten, die Hisbollah davon zu überzeugen, dass das Problem durch Dialog gelöst werden könne, sagte Nasrallah.
Washington forderte auch die libanesische Bewegung auf, ihre militärische und finanzielle Unterstützung für die palästinensische Intifada einzustellen, fügte Hisbollah-Generalsekretär hinzu.
Diese Angebote seien von der Hisbollah entschieden abgelehnt worden, weil die Bewegung den Palästinensern helfen wolle und Israel als ständige Bedrohung für die Sicherheit des Libanon betrachte, so Nasrallah weiter.
In einem Interview mit dem arabischsprachigen iranischen Nachrichtensender al-Alam Anfang Januar 2022 wies Nasrallah auch auf das Angebot der Vereinigten Staaten hin, Palästina den Rücken zu kehren und die Konfrontation mit dem Besatzungsregime zu beenden.
"Früher schickten sie (die Amerikaner) uns eine Delegation im Auftrag von Dick Cheney, um über einen Stopp unserer Unterstützung für Palästina und Angriffe auf Israel zu verhandeln. Im Gegenzug sagten sie, dass sie uns Milliarden von Dollar zahlen; ein Angebot, dem wir natürlich widersprochen haben", sagte er.