Türkei weist mehr als 3000 Flüchtlinge aus
Ankara (ParsToday/Tabnak) - Angaben des türkischen Innenministeriums zufolge sind am 02. und 08. September mehr als 3000 Flüchtlinge verschiedener Herkunft ausgewiesen worden.
Laut diesem Bericht gab die Einwanderungsabteilung des türkischen Innenministeriums bekannt, dass unter den ausgewiesenen Personen 1.492 afghanische und 448 pakistanische Staatsangehörige sowie Menschen verschiedener Nationalitäten sind, deren Herkunftsländer nicht erwähnt wurden.
Nach Angaben des türkischen Innenministeriums liegt die Zahl der Einwanderer, die seit Anfang dieses Jahres in ihre Länder zurückgeführt wurden, bei 78.716.
Die Sicherheitsmaßnahmen an den Grenzen des Landes zwischen dem 2. und 8. September hätten 4.352 illegale Einwanderer daran gehindert, in die Türkei einzureisen. Somit habe die Zahl der Einwanderer, die seit Anfang dieses Jahres an der Einreise in die Türkei gehindert wurden, 209.318 erreicht, hieß es aus dem türkischen Innenministerium dazu weiter.
Vít Rakušan, der erste stellvertretende Ministerpräsident der Tschechischen Republik, warf der Türkei kürzlich vor, nicht mit der europäischen Migrationspolitik zu kooperieren und die Flüchtlingskrise zu missbrauchen. Die Türkei habe syrischen Flüchtlingen die Tore Europas geöffnet, und dieses Problem habe zu einem vielfachen Anstieg der Zahl illegaler Einwanderer geführt, die in der Tschechischen Republik und den Nachbarländern inhaftiert seien, fügte Rakušan hinzu.
Die Türkei hat die Flüchtlingskarte immer benutzt, um ihre Politik gegen Europa voranzutreiben, und während des Höhepunkts der syrischen Flüchtlingskrise drohte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Europäern bei einem politischen Treffen in Brüssel, dass wenn Europa die Sonderforderungen der Türkei, einschließlich der EU-Beitrittsverhandlungen und der Aufhebung der Visa für türkische Staatsbürger, nicht so schnell wie möglich erfülle, werde sie Tausende von Flüchtlingen und Vertriebenen nach Europa schicken. Daraufhin unterzeichneten Vertreter der Europäischen Union und der Türkei ein Flüchtlingsabkommen, das Hilfen für die in der Türkei lebenden Flüchtlinge im Umfang von sechs Milliarden Euro vorsieht. Die Türkei hatte sich im Gegenzug verpflichtet, illegale Grenzübertritte zu verhindern.