108 Jemeniten durch Explosion von Minen und Streubomben getötet
Sanaa (ParsToday) - Einem Bericht zufolge wurden seit April, als im Jemen ein von der UNO vermittelter Waffenstillstand in Kraft trat, mindestens 108 jemenitische Zivilisten durch die Explosion von Minen, Streubomben und andere tödliche Überbleibsel getötet.
Die in Sanaa ansässige Menschenrechtsorganisation "Yemen Executive Mine Action Center (YEMAC)" stellte diese Informationen am Sonntag zur Verfügung.
Rund 216 weitere sind dem Bericht zufolge in diesem Zeitraum aus denselben Gründen verwundet worden.
Die saudisch geführte Kriegskoalition marschierte im März 2015 in den Jemen ein, um einer Riad-freundlichen Regierung wieder an die Macht zurückzuverhelfen.
Der von den Vereinten Nationen vermittelte Waffenstillstand trat am 2. April in Kraft und wurde seitdem zweimal verlängert. Viele Berichte haben jedoch die von Saudi-Arabien geführte Kriegskoalition für zahlreiche Verstöße gegen das Abkommen verantwortlich gemacht.
Die Menschenrechtsorganisation YEMAC erklärte, der Jemen benötige angemessene Ausrüstung, die ihm bei der Durchführung von Bombenräumungsoperationen im ganzen Land helfen könnten.
Der Waffenstillstand hat angeordnet, dass die jemenitischen Behörden mit den erforderlichen Mitteln ausgestattet werden, die ihnen helfen könnten, die Minen auszugraben. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition verhindert jedoch die Bereitstellung dieser Mittel inmitten einer umfassenden Blockade, die sie seit Beginn des Krieges im Jahr 2015 gegen den Jemen durchsetzt, fügte der Bericht hinzu.
Im Rahmen der Blockade hindert die von Saudi-Arabien geführte Koalition das Land daran, sein Öl zu exportieren, obwohl Sanaa stark von den Einnahmen aus dem Rohölverkauf abhängig ist. Jemenitische Regierungsverantwortlichen sagen, dass die Koalition bisher mindestens 12 Öltanker beschlagnahmt hat.