Erdogan droht mit Bodenoperation in Syrien und im Irak
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Ankara (ParsToday) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit einer Bodenoperation im Nordirak und in Nordsyrien gedroht, um das zu beseitigen, was er als „terroristische Bedrohung“ bezeichnete.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Nov 22, 2022 09:56 Europe/Berlin
  • Erdogan droht mit Bodenoperation in Syrien und im Irak

Ankara (ParsToday) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit einer Bodenoperation im Nordirak und in Nordsyrien gedroht, um das zu beseitigen, was er als „terroristische Bedrohung“ bezeichnete.

Erdogan sagte am Montag, Ankara werde gegen den Terrorismus nicht schweigen.

Das türkische Militär hatte am vergangenen Wochenende Luftangriffe gegen Kurden in Nordsyrien und im Irak wegen eines tödlichen Bombenangriffs in Istanbul durchgeführt.

„Zunächst einmal ist diese Operation im Nordirak und Nordsyrien keine Operation, die mit willkürlichen Gedanken durchgeführt wurde“, so der türkische Präsident. Er fügte hinzu: „Wir haben zuvor schon gesagt, wenn jemand unserem Land und unserem Volk schadet, werden wir sie den Preis zahlen lassen. Es gibt also Terrororganisationen im Süden unseres Landes, die viele Anschläge planen oder solche Anschläge durchführen und eine Bedrohung für die Türkei darstellen.“

„Es steht außer Frage, dass diese Operation nur auf eine Luftoperation beschränkt wird“, betonte Erdogan. Er fügte hinzu, dass die zuständigen Einheiten konsultieren und entsprechende Schritte unternehmen würden.

Türkische Streitkräfte starteten am frühen Sonntag die Operation Claw-Sword, eine grenzüberschreitende Luftkampagne gegen Stützpunkte der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die die Türkei als terroristische Organisation und Flügel der PKK betrachtet. 

Ankara hatte kurdische Militante für die Explosion auf der Istanbuler Istiklal-Straße am 13. November verantwortlich gemacht, bei der sechs Menschen getötet und mehr als 80 Menschen verletzt wurden. Keine Gruppe hat die Verantwortung für die Explosion übernommen, und sowohl die PKK als auch die YPG haben eine Beteiligung daran zurückgewiesen.

Erdogan wies auch auf das Sotschi-Abkommen zwischen der Türkei und Russland von 2018 hin, PKK- und YPG-Kämpfer aus dem Nordosten Syriens zu entfernen, und sagte: „Sie hatten die Verantwortung, die Terroristen aus dem Gebiet zu vertreiben. Obwohl wir sie viele Male und immer wieder daran erinnert haben, haben sie dies leider nicht getan.“

Der türkische Präsident fügte hinzu: „Wir haben gesagt, dass wir nicht schweigen werden und dass wir gegen die Terroristen dort vorgehen werden, wenn sie es nicht können.“

Die Türkei hat mit der Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität Syriens ihre Truppen in diesem arabischen Land stationiert. 

Von Ankara unterstützte Militante wurden im Oktober 2019 in den Nordosten Syriens entsandt, um die YPG-Kämpfer aus den Grenzgebieten zu vertreiben.

Der syrische Präsident Bashar Assad und andere hochrangige Regierungsverantwortliche sagten, Damaskus werde mit allen legitimen Mitteln auf die anhaltende Bodenoffensive der Türkei reagieren.

Gestern bestätigte auch die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA den Tod mehrerer syrischer Soldaten durch die Angriffe der Türkei auf die Provinzen Aleppo und Hasaka am Sonntag.

SANA zitierte eine militärische Quelle in der Provinz Hasaka mit der Aussage, dass die türkischen Kampfjets eine Reihe von Gebieten im Südwesten von Al-Darbasiyah, in der Nähe von Al-Malikiyah und das Dorf Tal Harmal im Norden der Stadt Abu Rasin angegriffen hätten.
Die Quelle sagte, dass diese Angriffe vielen Tote und schwere Schäden an Häusern hinterlassen hätten.