Menschenrechte der Palästinenser zugunsten der Sicherheit und Freiheit der Israelis verletzt
Ramallah - Das palästinensische Außenministerium erklärte, Israel verletze die Menschenrechte der Palästinenser in massivem Ausmaß, unter anderem durch die Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit, um die Sicherheit und Freiheit der israelischen Siedler zu gewährleisten.
In einer am Montag veröffentlichten Erklärung verurteilte das in Ramallah ansässige palästinensische Ministerium die Blockierung zahlreicher Kontrollpunkte und der Eingänge palästinensischer Städte, darunter Jericho und Nablus.
Die Strafmaßnahmen und Beschränkungen wurden vom Regime in Tel Aviv am Eid al-Fitr verhängt, dem Feiertag, der das Ende des heiligen Fastenmonats Ramadan markiert.
Das Ministerium sagte, die Beschränkungen seien eine Form der kollektiven Bestrafung der Palästinenser. Es beschuldigte die israelischen Behörden, die Feiertage und Anlässe des palästinensischen Volkes in Tragödien zu verwandeln, während Siedler ihre Feiertage frei feiern dürfen.
An anderer Stelle in der Erklärung sagte das Ministerium, israelische Siedler hätten die Freiheit, palästinensisches Eigentum anzugreifen, aber die Palästinenser seien die ganze Zeit gezwungen, ihre Bewegungsfreiheit einzuschränken. Das Ministerium versicherte, dass es israelische Verbrechen gegen Palästinenser auf allen Ebenen verfolge, einschließlich vor den zuständigen internationalen und europäischen Gerichten.
Während des Ramadan verhängten die israelischen Behörden strenge Beschränkungen für die Palästinenser, die die Al-Aqsa-Moschee besuchen wollten. Inmitten erhöhter Spannungen mit palästinensischen Gläubigen trieben auch israelische Siedler ihre häufigen Einfälle und provokativen Rituale an der heiligen Stätte voran.
Israels jüngste Gewalttaten auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee haben weltweite Verurteilung hervorgerufen.
Am Sonntag verurteilten die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) und die Arabische Liga die Eskalationen und wiederholten Angriffe des israelischen Regimes auf die heiligen muslimischen und christlichen Stätten in der Altstadt von al-Quds, insbesondere den jüngsten Einfall in einen Gebetsbereich in der al-Aqsa-Moschee.
Das Generalsekretariat der 57-köpfigen OIC bedauerte in einer Erklärung solche Angriffe als flagrante Verletzung des Völkerrechts, der Genfer Konventionen und internationaler Resolutionen und sagte, die Angriffe seien eine Aufwiegelung und eine ernsthafte Provokation der Gefühle von etwa zwei Milliarden Muslimen weltweit.
Palästinensische Widerstandsbewegungen im blockierten Gazastreifen haben das Regime gewarnt, dass es die Folgen des Aufflammens tragen müsste, das es in al-Quds und darüber hinaus verursacht hat.