Israelische Militärs töten geistig behinderten Palästinenser
Nablus (ParsToday/Press TV) - Bei Zusammenstößen, die nach einem Angriff israelischer Militärs auf ein Flüchtlingslager in Nablus im Norden des Westjordanlandes ausbrachen, haben die Besatzer-Militärs einen geistig behinderten jungen Palästinenser getötet und 8 weitere verletzt.
Die offizielle palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtete, dass israelische Militärs das Flüchtlingslager Balata gestürmt und das Haus eines gesuchten Widerstandskämpfers umzingelt hätten, was zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit Palästinensern geführt habe.
Das palästinensische Gesundheitsministerium teilte mit, der 19-jährige Faris Abdul Munim Hashash sei während der Zusammenstöße mit israelischen Militärs erschossen worden. Er wurde mit Schusswunden an Brust, Bauch und unteren Gliedmaßen in das Rafidia-Krankenhaus in Nablus gebracht. Kurz darauf wurde er für tot erklärt.
8 weitere Palästinenser wurden wegen Schussverletzungen behandelt, darunter einer, der am Kopf getroffen wurde, teilte das Palästinensische Rote Kreuz (PRCS) mit.
Die israelischen Militärs gaben bekannt, dass die Militäroperation die Verfolgung von Issam al-Salaj, einem in der Gegend lebenden Widerstandskämpfer, zum Ziel hatte.
„Das Militär hat das Haus bombardiert und beschädigt“, sagte Husam Sallaj, Issams Onkel, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Sein Neffe sei verwundet, aber nicht gefangen genommen worden.
Der Bruder des Palästinensers, Suhaib Sallaj, sagte, ein israelischer Kommandant habe angerufen und Issam aufgefordert, sich zu stellen. „Er sagte: ‚Wir wollen das Haus bombardieren.‘ Wenn du nicht gehst, werden wir dich töten, Issam, deine Mutter und Schwestern, die ganze Familie.‘“
Lokale Medien berichteten, das Haus der Familie sei teilweise zerstört worden. Ein in der Nähe des Zielhauses geparktes Auto wurde ebenfalls in Brand gesteckt.
Die im Gazastreifen ansässige Widerstandsbewegung Hamas betrauerte den Tod von Hashash, sagte jedoch nicht, dass der 19-Jährige ein Hamas-Mitglied sei.
In einer Erklärung heißt es, dass die wiederkehrenden israelischen Angriffe auf palästinensische Widerstandskämpfer, von denen der letzte während der Razzia im Flüchtlingslager Balata östlich von Nablus verübt wurde, ihren Kampf gegen das Besatzerregime nicht abschrecken würden.