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Wie Netanjahu vor Gericht des zionistischen Regimes landete
(last modified 2025-12-18T17:59:03+00:00 )
Dez 17, 2025 19:08 Europe/Berlin
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Wie Netanjahu vor Gericht des zionistischen Regimes landete

ParsToday – In Tel Aviv hat eine weitere Sitzung im Korruptionsprozess gegen Benjamin Netanjahu, den Premierminister des zionistischen Regimes, stattgefunden. Ihm wird umfassende Finanzkorruption vorgeworfen.

Wie ParsToday berichtet, erschien Benjamin Netanjahu am Mittwoch vor dem Zentralgericht in Tel Aviv, um sich im sogenannten „Fall 4000“ gegen Korruptionsvorwürfe zu verteidigen. Während der Verhandlung wurde der Prozess jedoch für mehrere Minuten unterbrochen, nachdem ein „dringender Hinweis“ übermittelt worden war. Worum es sich bei dieser Mitteilung handelte und weshalb sie eine Unterbrechung des Gerichtsverfahrens erforderlich machte, wurde nicht bekanntgegeben.

Die jüngsten Sitzungen zeigen jedoch, dass Netanjahu wiederholt Maßnahmen ergriffen hat, die als Versuch gewertet werden, den Gerichtsprozess zu stören oder die Bedeutung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe herunterzuspielen, indem er anderen Vorgängen während der Verhandlung Priorität einräumt. So verbreiteten Medien während einer früheren Sitzung am 15. Dezember 2025 Videoaufnahmen, die zeigten, wie Netanjahu im Gerichtsgebäude dem Präsidenten des paraguayischen Abgeordnetenhauses die Hand schüttelte – ein Schritt, der scharfe Kritik aus dem Lager seiner Gegner auslöste.

Nach diesem Vorfall bezeichnete Jair Lapid, der Oppositionsführer des zionistischen Regimes, Netanjahu als „eine Schande für Israel auf der ganzen Welt“.

Netanjahu sieht sich mehreren Gerichtsverfahren gegenüber, darunter Vorwürfe der Korruption, der Bestechlichkeit und des Missbrauchs öffentlichen Vertrauens – Anschuldigungen, die im Falle einer Verurteilung zu einer Haftstrafe führen könnten. Bislang hat er jedoch sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen.

Im sogenannten „Fall 1000“ wird Netanjahu beschuldigt, von Arnon Milchan, einem in Hollywood tätigen israelischen Produzenten und wohlhabenden Geschäftsmann, Geschenke im Wert von rund 700.000 Schekel erhalten zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft des zionistischen Regimes soll Netanjahu im Gegenzug für Luxusgeschenke wie alkoholische Getränke und Zigarren seine Befugnisse als Premierminister missbraucht haben, um die persönlichen Geschäftsinteressen Milchans zu fördern.

Der „Fall 2000“ betrifft mutmaßliche Absprachen zwischen Netanjahu und Arnon Mozes, dem Eigentümer der auflagenstarken Zeitung Yedioth Ahronoth. Ziel dieser Vereinbarungen soll gewesen sein, eine wohlwollende Berichterstattung über Netanjahu und seine politischen Aktivitäten zu gewährleisten, während zugleich Druck auf die konkurrierende Zeitung Israel Hayom ausgeübt worden sei, die als kritisch gegenüber Netanjahu gilt.

Der „Fall 3000“ wiederum steht im Zusammenhang mit dem Kauf von drei U-Booten aus Deutschland und sorgte bereits 2016 für erhebliches Aufsehen. Infolge dieser Affäre geriet Netanjahu unter scharfe Kritik von Knesset-Abgeordneten und zionistischen Politikern. In diesem Verfahren wird ihm vorgeworfen, im Zuge der Beschaffung von U-Booten für die israelische Armee Bestechungsgelder von einem deutschen Unternehmen erhalten zu haben, wobei die Qualität der militärischen Ausrüstung nicht ausschlaggebend für die Kaufentscheidung gewesen sei.

Der „Fall 4000“ schließlich bezieht sich auf mutmaßliche Absprachen zwischen dem Premierminister des zionistischen Regimes und dem Eigentümer des Telekommunikationskonzerns Bezeq, dem auch das Nachrichtenportal Walla gehört. Laut Anklage geht es in diesem Verfahren um weitreichende Korruptionsvorwürfe. Netanjahu soll demnach dem Unternehmenseigentümer Shaul Elovitch finanzielle Vergünstigungen in Millionenhöhe gewährt haben, um im Gegenzug eine positive mediale Unterstützung durch das Portal Walla für sich und seine Familie zu sichern.