Warum der Westen wissenschaftliche Apartheid gegen unabhängige Staaten einsetzt
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ParsToday – Auf der nationalen Konferenz „Universität, Forschungsgerechtigkeit und Technologie“, die am 16. Dezember in Teheran stattfand, wurde betont, dass der Westen wissenschaftliche Apartheid als Instrument gegen unabhängige Länder nutzt.
(last modified 2025-12-20T04:01:19+00:00 )
Dez 18, 2025 18:53 Europe/Berlin
  • Warum der Westen wissenschaftliche Apartheid gegen unabhängige Staaten einsetzt
    Warum der Westen wissenschaftliche Apartheid gegen unabhängige Staaten einsetzt

ParsToday – Auf der nationalen Konferenz „Universität, Forschungsgerechtigkeit und Technologie“, die am 16. Dezember in Teheran stattfand, wurde betont, dass der Westen wissenschaftliche Apartheid als Instrument gegen unabhängige Länder nutzt.

Wie ParsToday berichtet, wird Apartheid weltweit in unterschiedlichen Formen von Machthabern gegen schwächere Gruppen ausgeübt, ein Phänomen, das inzwischen auch den wissenschaftlichen Bereich erfasst hat. Wissenschaftliche Apartheid bedeutet, dass hegemoniale Machtsysteme durch den Einsatz politischer und wirtschaftlicher Macht sowie durch die Durchsetzung unethischer und unsachgemäßer Politiken im Bereich der Wissenschaft versuchen, Teile der Weltgemeinschaft ihrer grundlegenden Rechte zu berauben – insbesondere des Rechts auf Zugang zu Wissen, Wissenschaft und Technologie in verschiedenen Bereichen. Infolgedessen sind viele Gesellschaften mit wissenschaftlicher Diskriminierung und Ungerechtigkeit konfrontiert, die als wissenschaftliche Apartheid bezeichnet wird.

Wissenschaftliche Apartheid ist kein neues Phänomen, sondern hat eine lange Vorgeschichte. In den vergangenen Jahren hat die US-Regierung Studierende und Hochschullehrende iranischer Universitäten sanktioniert. Gleichzeitig wurden in den letzten Jahren beispiellose politische und institutionelle Druckmaßnahmen auf Herausgeber wissenschaftlicher Fachzeitschriften weltweit ausgeübt, um die Veröffentlichung von Artikeln iranischer Autorinnen und Autoren zu verhindern. Nach dem zwölftägigen, aufgezwungenen Krieg des zionistischen Regimes und der USA gegen Iran hat sich diese Form der wissenschaftlichen Apartheid weiter verschärft.

Diese Entwicklung steht in deutlichem Widerspruch zu den Zielen der UNESCO, die den 10. November zum Welttag „Wissenschaft im Dienst von Frieden und Entwicklung“ erklärt hat. Dieser Tag soll eigentlich eine Gelegenheit für den Austausch von Ideen zur Förderung, Verbreitung und Demokratisierung von Wissenschaft sein und sie in den Dienst eines großen menschlichen Ideals – des Friedens – stellen.

Aus Sicht der UNESCO sollte Wissenschaft im Dienst von Frieden, Entwicklung, menschlicher Würde und Wohlergehen stehen sowie zur Linderung menschlichen Leids beitragen. Die zentrale Frage lautet jedoch: Warum nutzt der Westen wissenschaftliche Apartheid gegen unabhängige Länder und verhindert, dass Wissenschaft tatsächlich dem Frieden und der Entwicklung der Menschheit dient?

Die Antwort liegt darin, dass Wissenschaft heute eine der zentralen Quellen von Macht darstellt. Ein Land, das im Bereich der Wissenschaft führend ist, verfügt über größere Entwicklungsmöglichkeiten, über Handlungsspielräume im internationalen System und über mehr Unabhängigkeit. Ein wissenschaftlich starkes Land ist weniger anfällig für Sanktionen, besitzt größere strategische Autonomie und sieht sich geringeren Bedrohungen ausgesetzt.

Dr. Seyed Jalal Dehqani Firouzabadi, Mitglied des Lehrkörpers der Allameh-Tabatabai-Universität, erklärt dazu: „Das gegenwärtige internationale System ist in keiner Weise gerecht, da es machtorientiert ist. In Machtkonflikten verweigern Wettbewerber anderen den Zugang zu Wissenschaft und Technologie. Wissenschaft und Technologie gehören seit jeher zu den Grundpfeilern staatlicher Macht. “

Die westliche Welt versucht in unterschiedlicher Form – unter anderem durch wissenschaftliche Apartheid – kleinere oder unabhängige Staaten unter Druck zu setzen und deren Entwicklung zu behindern. Auf diese Weise werden westliche Interessen gewahrt. Gleichzeitig verdeutlicht der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz und ihre zentrale Rolle bei der Vermögens- und Wertschöpfung die zunehmende Bedeutung von Wissenschaft im globalen System. Analysten und Forschende sind der Ansicht, dass die zentrale Herausforderung der Zukunft auf globaler Ebene eine wissenschaftliche sein wird, die sich innerhalb eines strukturierten Weltsystems entfaltet.

Der Westen betrachtet Wissenschaft und wissenschaftliche Dominanz als Instrumente wirtschaftlicher und militärischer Vorherrschaft. Die Bemühungen um wissenschaftliche Apartheid zielen daher auf wissenschaftliche Kontrolle und Monopolisierung ab. Länder wie die Islamische Republik Iran, die Unabhängigkeit zum Kern ihrer Politik gemacht haben, sind besonders stark von dieser Form der Diskriminierung betroffen.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass wissenschaftliche Apartheid offen im Widerspruch zu grundlegenden Werten wie dem Verbot von Diskriminierung steht – Werte, denen die westliche Welt, insbesondere die USA, in der Praxis keinerlei Verpflichtung zeigt.