Caracas würdigt Iran für konsequente Unterstützung Venezuelas
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Venezuelas Außenminister Yván Gil
ParsToday – Der Außenminister Venezuelas hat Iran für dessen konsequente Haltung zur Verteidigung der Souveränität von Caracas gewürdigt.
Wie ParsToday berichtet, dankte Venezuelas Außenminister Yván Gil am Dienstagabend in einer offiziellen Erklärung an die Islamische Republik Iran Teheran für dessen standhafte Position zur Verteidigung der Souveränität Venezuelas und der Karibikregion.
Im Namen von Präsident Nicolás Maduro übermittelte Gil Iran herzliche Grüße und betonte, Venezuela sei für die Unterstützung Teherans in dieser Angelegenheit sehr dankbar. Der venezolanische Außenminister erklärte weiter, Caracas schätze ausdrücklich Irans Engagement für die Stabilität des internationalen Handels, der derzeit durch aggressive und rechtswidrige Maßnahmen der Vereinigten Staaten von Amerika bedroht sei.
Yván Gil dankte Iran zudem dafür, alle Staaten dazu aufzurufen, jegliche Drohung oder Anwendung von Gewalt, die im Widerspruch zur Charta der Vereinten Nationen steht, entschieden zurückzuweisen.
Zuvor hatte das iranische Außenministerium die jüngsten militärischen Aktivitäten der USA gegen Venezuela verurteilt und sie als Bedrohung für Sicherheit und Stabilität in der Karibik sowie in Lateinamerika bezeichnet. Iran hatte außerdem den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und den Generalsekretär dieser Weltorganisation aufgefordert, sich umgehend mit der gefährlichen Lage zu befassen, die aus dem Beharren Washingtons auf einer illegalen Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas resultiert – eines souveränen Staates und Mitglieds der Vereinten Nationen.
Irans Haltung zur Unterstützung Venezuelas gegenüber den Drohungen der USA wurzelt in den Grundprinzipien der Außenpolitik der Islamischen Republik, die auf Unabhängigkeit, der Ablehnung von Unilateralismus und der Verteidigung der nationalen Souveränität der Staaten beruht. Diese Unterstützung hat neben politischen und rechtlichen Aspekten auch geopolitische und wirtschaftliche Dimensionen und hat zur Stärkung der Beziehungen zwischen Teheran und Caracas beigetragen.
Die Islamische Republik Iran hat in den vergangenen Jahren wiederholt eine klare und konstante Position zur Verteidigung Venezuelas gegenüber Druck und Drohungen der Vereinigten Staaten eingenommen. Diese Haltung stellt keine kurzfristige Reaktion dar, sondern ist Teil der übergeordneten Strategie Irans zur Bekämpfung des amerikanischen Unilateralismus und zur Verteidigung der staatlichen Unabhängigkeit. Iran hat die Maßnahmen Washingtons gegen Caracas mehrfach als offensichtliche Verletzung des Völkerrechts bezeichnet und sie als Bedrohung für den internationalen Frieden und die globale Sicherheit eingestuft.
Die Gründe für diese Unterstützung lassen sich in mehreren Punkten zusammenfassen. Erstens teilen Iran und Venezuela die Erfahrung langjähriger US-Sanktionen und politischen Drucks. Beide Länder stehen seit Jahren unter wirtschaftlichen und politischen Sanktionen Washingtons, was zu einer Annäherung ihrer Positionen geführt hat. Mit der Verurteilung amerikanischer Maßnahmen gegen venezolanische Öltanker und den Luftraum des Landes unterstreicht Iran das Prinzip des Widerstands gegen Zwangs- und Machtpolitik.
Zweitens bekennt sich Iran zu den Grundsätzen des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen. Teheran hat wiederholt erklärt, dass Übergriffe der USA auf Handelsschiffe oder Drohungen gegen die nationale Souveränität von Staaten gravierende Verstöße gegen internationales Recht darstellen. Diese Position wird nicht nur zur Verteidigung Venezuelas, sondern auch zur Wahrung einer regelbasierten internationalen Ordnung vertreten. Nach Auffassung Irans könnte Gleichgültigkeit gegenüber solchen einseitigen Maßnahmen zum Zusammenbruch internationaler Normen führen.
Drittens spielen die geopolitischen und wirtschaftlichen Dimensionen der Beziehungen zwischen Iran und Venezuela eine zentrale Rolle. Trotz der geografischen Entfernung pflegen beide Länder enge Beziehungen insbesondere im Energiesektor und in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Ölexporte, industrielle Kooperationen und Technologietransfer sind Bestandteile dieser Partnerschaft. Irans Unterstützung für Venezuela gegenüber US-Drohungen trägt daher auch zur Sicherung und Ausweitung dieser Kooperationen bei.
Auch die Folgen dieser Haltung sind beachtlich. Erstens stärkt sie die Beziehungen zwischen Teheran und Caracas: Venezolanische Amtsträger haben Irans Unterstützung wiederholt gewürdigt und sie als Zeichen der Solidarität zwischen beiden Nationen bezeichnet. Zweitens sendet sie ein politisches Signal an die internationale Gemeinschaft: Iran zeigt damit, dass es dem Druck der USA nicht allein gegenübersteht und gemeinsam mit Partnern in Lateinamerika eine gemeinsame Front bilden kann. Drittens erhöht diese Unterstützung Irans Ansehen unter Staaten, die den Unilateralismus ablehnen, und verleiht Iran eine besondere Stellung unter den Ländern des Globalen Südens als Verfechter von Unabhängigkeit und nationaler Souveränität.
Insgesamt ist Irans konsequente Unterstützung Venezuelas als Teil der übergeordneten Strategie Teherans zur Auseinandersetzung mit der US-Politik zu verstehen. Diese Strategie basiert auf Prinzipien wie der Verteidigung staatlicher Unabhängigkeit, der Ablehnung einseitiger Sanktionen und dem Streben nach einer gerechteren internationalen Ordnung. Mit seiner Unterstützung für Venezuela verteidigt Iran nicht nur einen politischen und wirtschaftlichen Partner, sondern sendet auch eine klare Botschaft an die Welt: Der Widerstand gegen Machtpolitik und die Verteidigung nationaler Souveränität sind untrennbare Bestandteile der Außenpolitik der Islamischen Republik.