CNN-Umfrage: Die US-Öffentlichkeit ist der Übertreibungen Trumps überdrüssig
https://parstoday.ir/de/news/world-i101430-cnn_umfrage_die_us_Öffentlichkeit_ist_der_Übertreibungen_trumps_überdrüssig
ParsToday – Anlässlich des ersten Jahrestages der Regierung von US-Präsident Donald Trump hat der Nachrichtensender CNN durch die Analyse und Auswertung mehrerer Umfragen die Haltung der amerikanischen Öffentlichkeit gegenüber der Leistung dieser Regierung untersucht.
(last modified 2026-01-21T17:32:52+00:00 )
Jan 21, 2026 18:28 Europe/Berlin
  • US-Präsident Donald Trump
    US-Präsident Donald Trump

ParsToday – Anlässlich des ersten Jahrestages der Regierung von US-Präsident Donald Trump hat der Nachrichtensender CNN durch die Analyse und Auswertung mehrerer Umfragen die Haltung der amerikanischen Öffentlichkeit gegenüber der Leistung dieser Regierung untersucht.

Wie Mehrnews berichtet, zeigen die jüngsten CNN-Umfragen zur einjährigen Amtsbilanz der Trump-Regierung, dass ein erheblicher Teil der US-Bevölkerung nicht nur mit seiner Innen- und Außenpolitik unzufrieden ist, sondern der Ansicht ist, der Präsident sei in vielen Bereichen „zu weit gegangen“. Die Gesamtheit der Daten liefert mehrere zentrale Erkenntnisse über die aktuelle Lage im Weißen Haus und die politische Perspektive der Vereinigten Staaten.

In seinen Bemühen, öffentliche Zustimmung zu gewinnen, hat Trump Themen aufgegriffen, zu denen es weder einen gesellschaftlichen Konsens gibt noch breite Akzeptanz – vielmehr wirken sie stark polarisierend. Ein besonders prägnantes Beispiel ist die Idee einer US-Kontrolle über Grönland: 75 Prozent der Amerikaner lehnen diesen Vorschlag ab. Diese Ablehnung beschränkt sich nicht auf Demokraten; auch 47 Prozent der Republikaner sowie 82 Prozent der Unabhängigen sprechen sich dagegen aus.

Parallel dazu hat sich auch die Performance der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE zu einem gravierenden Schwachpunkt der Trump-Regierung entwickelt. Nach dem Tod einer US-amerikanischen Frau in Minneapolis durch einen ICE-Beamten gaben 56 Prozent der Befragten an, dass tödliche Gewalt unangemessen eingesetzt worden sei. 51 Prozent werteten den Vorfall als Hinweis auf „strukturelle Probleme im Funktionieren von ICE“. Eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer erklärte zudem, dass die Maßnahmen dieser Behörde die Sicherheit in den Städten nicht erhöht, sondern vielmehr verschlechtert hätten.

Nach Einschätzung von CNN lässt sich die Haltung der Öffentlichkeit gegenüber dem ersten Jahr der zweiten Trump-Regierung mit einem einzigen Begriff zusammenfassen: „Maßlosigkeit“. Die Mehrheit der Amerikaner ist der Meinung, dass Trump in zahlreichen Politikfeldern die üblichen Grenzen überschritten hat, darunter:

• 58 Prozent beim Einsatz präsidialer Macht

• 59 Prozent beim Druck auf andere Länder

• 55 Prozent beim Einsatz des Militärs zur Durchsetzung politischer Ziele

• 57 Prozent bei der Kürzung föderaler Programme

• 62 Prozent bei Eingriffen in kulturelle Institutionen wie das Smithsonian und das Kennedy Center

Diese Ergebnisse erinnern an Trumps erste Amtszeit, in der viele Wähler ihre Abkehr mit der Ermüdung durch permanente Kontroversen und aufeinanderfolgende Krisen begründeten. Nun scheint sich dasselbe Gefühl politischer Erschöpfung erneut auszubreiten.

Auch in der Außenpolitik stoßen Trumps Aktivitäten – von der Grönland-Idee über militärische Drohungen bis hin zu dem Versuch, weitreichenden Einfluss in der westlichen Hemisphäre auszuüben – weder auf große Zustimmung noch gelten sie in den Augen der Öffentlichkeit als effektiv. Laut CNN-Umfragen halten 58 Prozent der Amerikaner Trump nicht für einen „effektiven globalen Führer“. Dieser Wert ist im Vergleich zu vor zwei Jahren gestiegen, und die negative Bewertung seiner internationalen Rolle nimmt weiter zu. Zudem erklärten 57 Prozent, Trumps Politik habe „die Position der USA in der Welt geschwächt“.

Zusammenfassend zeichnen die CNN-Umfragen das Bild eines Präsidenten, dem es trotz seiner Rückkehr an die Macht nicht gelungen ist, das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen. Die Fokussierung auf polarisierende Themen, ein übermäßiger Gebrauch von Macht, eine kostspielige Außenpolitik sowie ungelöste innenpolitische Probleme haben dazu geführt, dass das erste Jahr der zweiten Trump-Regierung weniger als Zeichen politischer Stabilisierung wahrgenommen wird, sondern vielmehr als Symbol für die wachsende Kluft zwischen dem Weißen Haus und der US-amerikanischen Öffentlichkeit.