Wie haben die USA den Krieg gegen Iran verloren?
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ParsToday- 106 Tage nach Beginn des Angriffs der USA und des zionistischen Regimes auf Iran haben Teheran und Washington schließlich eine Vereinbarung zur offiziellen Beendigung des Krieges erzielt.
(last modified 2026-06-16T07:19:37+00:00 )
Jun 16, 2026 07:11 Europe/Berlin
  • US-Präsident Donald Trump
    US-Präsident Donald Trump

ParsToday- 106 Tage nach Beginn des Angriffs der USA und des zionistischen Regimes auf Iran haben Teheran und Washington schließlich eine Vereinbarung zur offiziellen Beendigung des Krieges erzielt.

Der Inhalt dieser Vereinbarung und ihre Folgen stellen die vorherrschende Darstellung von „Siegern” und „Verlierern” in dieser beispiellosen Konfrontation infrage.

Der Krieg, der in den frühen Morgenstunden des 28. Februars 2026 begann, war aus Sicht der erklärten und verborgenen Ziele der USA und Israels nichts Geringeres als ein Projekt zur Veränderung des Kräftegleichgewichts in Iran. Der Angriff auf die Residenz des Revolutionsführers und dessen Tod als Märtyrer, die gezielten Tötungen hochrangiger Militärkommandeure, Angriffe auf Polizei-, Sicherheits- und Militäreinrichtungen, die Zerstörung industrieller und städtischer Infrastruktur sowie der Versuch, einen psychologischen Schock in der iranischen Gesellschaft auszulösen, lassen sich allesamt als Teil einer Strategie analysieren, die in der US-Sicherheitsdoktrin als „lähmender Schlag” bezeichnet wird.

Das Endziel dieser Strategie bestand darin, die Islamische Republik Iran zu stürzen oder Teheran zumindest zur Kapitulation und zur Akzeptanz der von Washington gewünschten Ordnung zu zwingen. Die tatsächlichen Entwicklungen unterschieden sich jedoch erheblich von den ursprünglichen Berechnungen der Kriegsplaner.

Die iranische Antwort war keineswegs nur defensiver Natur. Durch Angriffe auf 18 amerikanische Militärstützpunkte in acht Ländern der Region weitete Teheran den Krieg über seine nationalen Grenzen hinaus aus und machte die direkten Kosten der US-Militärpräsenz in Westasien sichtbar.

Noch wichtiger war, dass die Kontrolle und Schließung der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Energietransitrouten der Welt – die internationalen Märkte in eine Phase der Unsicherheit und Instabilität versetzte. Vor dieser Entwicklung hatten bereits zahlreiche westliche Analysten gewarnt.

Bereits Jahre zuvor hatten Denkfabriken wie die RAND Corporation, die Brookings Institution und das Center for Strategic and International Studies (CSIS) darauf hingewiesen, dass ein groß angelegter Krieg gegen Iran zu Störungen der Energieexporte, zu steigenden Ölpreisen, zu Krisen in den globalen Lieferketten und zu einer Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Region führen könnte.

Aus dieser Perspektive besteht das wichtigste Ergebnis des jüngsten Krieges darin, dass zwei schwerwiegende Fehlkalkulationen der USA gegenüber Iran offengelegt wurden. Der erste Fehler war die Annahme, dass die iranische Reaktion auf militärische Aggressionen begrenzt bleiben würde. Der zweite Fehler war die Annahme, dass das politische und sicherheitspolitische System Irans unter dem Druck der ersten schweren Schläge zusammenbrechen oder sich zur Vermeidung weiterer Kosten ergeben würde.

Doch nichts davon trat ein. Im Gegenteil: Es gelang der Islamischen Republik, ihren inneren Zusammenhalt und die nationale Einheit zu bewahren, ihre Führungsstrukturen rasch wiederherzustellen und sowohl auf dem Schlachtfeld als auch auf diplomatischer Ebene die Initiative zu übernehmen.

Die Vereinbarung zur Beendigung des Krieges wurde unter Bedingungen erreicht, unter denen die ursprünglichen Ziele der USA nicht verwirklicht wurden.

Es kam weder zu einem Regimewechsel noch wurde Iran entwaffnet. Seine regionalen Fähigkeiten blieben bestehen und die Islamische Republik akzeptierte keine der Bedingungen, die Washington zu Beginn des Krieges gestellt hatte. Stattdessen mussten die USA eine Vereinbarung akzeptieren, die die Existenz und Kontinuität der Islamischen Republik Iran als politische Realität anerkennt.

Bemerkenswert ist auch die Reaktion der internationalen Gemeinschaft. Nahezu alle wichtigen internationalen Akteure – von den Staaten der Region über asiatische Mächte bis hin zu europäischen Regierungen – begrüßten die Vereinbarung zur Beendigung des Krieges.

Die einzige bedeutende Ausnahme war Israel, das von Beginn der Krise an die größten politischen und sicherheitspolitischen Investitionen in die Fortsetzung der Konfrontation und die Verschärfung des Drucks auf Iran getätigt hatte.

Diese breite internationale Zustimmung vermittelt eine klare Botschaft: Unabhängig von politischen Differenzen mit Teheran betrachtet die Welt Stabilität in einer der strategisch wichtigsten Regionen der Erde ohne die Beteiligung und Mitwirkung Irans als unmöglich.

Der von den USA aufgezwungene Krieg gegen Iran führte nicht zu dessen Ausschluss aus den regionalen Gleichungen. Vielmehr zeigte er erneut, dass eine dauerhafte Sicherheitsordnung in Westasien ohne die Berücksichtigung des geopolitischen Gewichts der Islamischen Republik Iran nicht denkbar ist.

Ein Krieg wird nicht allein anhand der Opferzahlen oder des Ausmaßes der Zerstörung als gewonnen oder verloren betrachtet. In den strategischen Studien gilt als wahrer Sieger die Seite, die ihre politischen Ziele verwirklicht und zugleich verhindert, dass der Feind seine Ziele erreicht.

Legt man diesen Maßstab zugrunde, stellt sich die entscheidende Frage: In welchem Umfang haben die USA und Israel ihre erklärten und verborgenen Ziele tatsächlich erreicht? Konnten sie das politische System Irans stürzen? Konnten sie Teheran zur Kapitulation zwingen? Konnten sie den regionalen Einfluss und die Abschreckungsfähigkeit der Islamischen Republik beseitigen?

Die Antwort auf all diese Fragen lautet – zumindest auf Grundlage der gegenwärtigen Faktenlage – nein.

Iran befindet sich heute, nach einer der schwierigsten Phasen seiner modernen Geschichte, nicht in der Position eines besiegten oder unterworfenen Landes. Vielmehr hat sich das Land als Akteur behauptet, dem es gelungen ist, seine politische Ordnung und seine strategischen Fähigkeiten zu bewahren und die USA dazu zu bewegen, den Krieg zu Bedingungen zu beenden, die den iranischen Interessen entsprechen.

Die breite internationale Unterstützung für die Vereinbarung zur Beendigung des Krieges ist nicht nur Ausdruck der Erleichterung über das Ende des Konflikts. Sie ist zugleich ein stillschweigendes Eingeständnis, dass die Islamische Republik Iran trotz aller Belastungen und Kosten weiterhin einer der entscheidenden geopolitischen Akteure in einer der sensibelsten Regionen der Welt ist.

Die Geschichte wird diese Vereinbarung als Dokument des Scheiterns jener Macht in Erinnerung behalten, die glaubte, Iran aus den regionalen Gleichungen entfernen zu können, die jedoch letztlich