Guterres: Die unilaterale Hegemonie der USA befindet sich im Niedergang
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ParsToday/IRIB– UN-Generalsekretär António Guterres sagte, der Militärangriff auf Iran habe die Grenzen der Macht und des Einflusses von Großmächten deutlich gemacht.
(last modified 2026-08-26T07:49:03+00:00 )
Aug 26, 2026 08:15 Europe/Berlin
  • UN-Generalsekretär António Guterres
    UN-Generalsekretär António Guterres

ParsToday/IRIB– UN-Generalsekretär António Guterres sagte, der Militärangriff auf Iran habe die Grenzen der Macht und des Einflusses von Großmächten deutlich gemacht.

Guterres beschrieb in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der britischen Zeitung Financial Times eine Welt im Wandel. Angesichts des bevorstehenden Endes seiner zehnjährigen Amtszeit als UN-Generalsekretär sprach er über den Niedergang der unilateralen US-Hegemonie und die ernüchternden Lehren aus sogenannten „Wahlkriegen“ – Kriegen, in denen es den Großmächten der Zeit des Kalten Krieges nicht gelungen sei, entscheidende Siege zu erringen.

Guterres betonte, die Ära, in der Großmächte mithilfe von Gewalt globale Ergebnisse diktieren konnten, sei vorbei.

Mit Blick auf die Notwendigkeit einer Reform des UN-Sicherheitsrates erklärte Guterres gegenüber der Financial Times: „Es ist an der Zeit, dass die Großmächte die Grenzen ihrer Macht erkennen. Wenn man sich ansieht, was in der jüngsten Vergangenheit geschehen ist, ist die Fähigkeit der Großmächte, ihren Willen, ihre Macht oder ihre Stärke in verschiedenen Situationen durchzusetzen, erheblich eingeschränkt worden.“

Mit Blick auf den Krieg der USA und Israels gegen Iran erklärte Guterres: „Schauen Sie sich an, was zwischen den USA und Iran geschehen ist. Die USA hatten gehofft, dass Teheran sich beim Angriff im Februar ergeben würde. Doch sechs Monate später leistet Iran weiterhin Widerstand und hat die Straße von Hormus, die wichtigste Energiewasserstraße der Welt, geschlossen. Daher müssen die Großmächte erkennen, dass sich die Lage verändert hat.“