Protest gegen das Bildungssystem: Nach Frankreich erreicht die Streikwelle nun Spanien
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ParsToday – Zehntausende Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende haben sich in Madrid zu einer Großkundgebung versammelt und einen umfassenden Streik gegen das Bildungssystem begonnen.
(last modified 2026-10-15T08:39:54+00:00 )
Oct 15, 2026 10:38 Europe/Berlin
  • Protest gegen das Bildungssystem: Nach Frankreich erreicht die Streikwelle nun Spanien
    Protest gegen das Bildungssystem: Nach Frankreich erreicht die Streikwelle nun Spanien

ParsToday – Zehntausende Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende haben sich in Madrid zu einer Großkundgebung versammelt und einen umfassenden Streik gegen das Bildungssystem begonnen.

Der Streik begann am Mittwoch. Die Zahl der Teilnehmenden wird auf rund 65.000 geschätzt. Sie fordern höhere Lehrergehälter, eine Verringerung der Arbeitszeiten, kleinere Klassen und höhere Investitionen in die Bildungsinfrastruktur.

Studierende an verschiedenen Bildungseinrichtungen, darunter der Universität Complutense Madrid und der Universität Rey Juan Carlos, errichteten Barrieren und behinderten dadurch den Hochschulbetrieb. Als die Polizei versuchte, diese Hindernisse zu beseitigen, kam es auf dem Gelände der Ciudad Universitaria zu Auseinandersetzungen.

Die örtlichen Behörden teilten mit, dass mindestens fünf Menschen festgenommen und sieben Personen verletzt worden seien, darunter mehrere Angehörige der spanischen Polizei.

Linke Politiker kritisierten das Vorgehen der Polizei und warfen den Einsatzkräften vor, mit übermäßiger Gewalt gegen die protestierenden Studierenden vorgegangen zu sein.

Die Gewerkschaften erklären, dass das öffentliche Bildungssystem in der Region Madrid unter chronischem Geldmangel und Personalknappheit leide. Zu ihren Forderungen gehört, die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Grund- und weiterführenden Schulen sowie in Kindertagesstätten zu begrenzen.

Darüber hinaus verlangen sie eine Erhöhung ihrer monatlichen Nettogehälter um 600 Euro (670 US-Dollar). Zur Begründung erklären sie, dass höhere Gehälter notwendig seien, um die Inflation auszugleichen und die Löhne an das Niveau anderer spanischer Regionen anzugleichen.