Irans Vizeaußenminister: USA wollen Atmosphäre um JCPOA vergiften
London (ParsToday) – Der iranische Vizeaußenminister hat die Unzufriedenheit Teherans mit dem Umsetzungsprozess des gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (JCPOA/Atomabkommen) durch die anderen Seiten kundgegeben und dem US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, die über dem Atomabkommen herrschende Atmosphäre vergiften zu wollen.
Abbas Araghchi, der sich zu politischen Gesprächen in London aufhält, sagte heute bei einem Interview mit PressTV, Iran habe alle seine Verpflichtungen aus dem Atomabkommen erfüllt, während die andere Seite ihren Verpflichtungen nicht nachkomme. „Die Aktionen der USA haben den JCPOA-Prozess gefährdet“, so Araghchi.
Er fuhr fort: „Iran hat im Gegenzug zur Aufhebung der Sanktionen akzeptiert, sein Atomprogramm einzuschränken, aber die Feindseligkeiten von Donald Trump gegenüber dem JCPOA haben dazu geführt, dass Iran seine wirtschaftlichen Interessen aus diesem Vertrag nicht nutzen kann.“
„Die Europäer müssen diese Besorgnisse Irans in Bezug auf den JCPOA beachten und denen Rechnung tragen“, sagte der Vizeaußenminister Irans weiter.
Der Atomdeal zwischen Iran und der G5+1 ist Anfang Januar 2016 in Kraft getreten. Der US-Präsident will dieses Abkommen kündigen, aber die Weltgemeinschaft ist dagegen.