Trump droht mit Ausweisung von 1,8 Millionen jungen Einwanderern
Washington (ParsToday/IRNA) - Der US-Präsident hat zu Ostern mit der Ausweisung von 1,8 Millionen jungen Einwanderern, die zuvor von der Obama-Regierung mit dem DACA-Programm geschützt waren, gedroht und schärfere Gesetze für den Schutz der US-Grenzen gefordert.
Nach monatelangen Verhandlungen mit den Demokraten im US-Kongress über den Bau der Grenzmauer zu Mexiko, hat Trump am Ostersonntag getwittert, dass es keine Einigung über das DACA-Programm gebe.
DACA - Deferred Action for Childhood Arrivals (DACA) (Deutsch etwa: „Aufgeschobene Handlung bei Ankünften im Kindesalter“) ist ein Teil der Einwanderungsregelung in den Vereinigten Staaten, der bestimmte illegale Einwanderer, die bereits als Minderjährige in die USA gekommen waren, für zwei Jahre vor einer Abschiebung schützt und ihnen den Zugang zu einer Arbeitserlaubnis ermöglicht.
Die betroffenen Migrantenkinder werden in den USA auch als „Dreamer“ (Träumer) bezeichnet, was sowohl auf den gescheiterten Gesetzentwurf von 2001 zum Thema zurückgeht, der den Namen „Development, Relief and Education for Alien Minors Act“ (DREAM Act) trug, sich aber auch auf die Hoffnungen dieser Menschen für die Zukunft bezieht.
Trump ordnete am 5. September 2017 die Beendigung des Programmes an und wies den Kongress an, einen Ersatz für die Regelung auszuarbeiten.
Weiter sagte Trump, dass die mexikanische Regierung nur sehr wenig tue, die illegale Einreise von Menschen von ihrem Boden aus in die Vereinigten Staaten zu verhindern.
Mexiko sollte den Menschen- und Drogenhandel in die USA beenden, sonst werde er den NAFTA stoppen.
Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA ist ein Wirtschaftsverband zwischen Kanada, den USA und Mexiko und bildet eine Freihandelszone im nordamerikanischen Kontinent. NAFTA wurde zum 1. Januar 1994 gegründet.