Amnesty International kritisiert EU-Migrationspolitik
London (ParsToday/AFP) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat die Politik europäischer Länder, darunter Italien und Malta, gegenüber den Flüchtlingen scharf kritisiert.
Wie die britische Zeitung The Gourdian berichtete, sah Amnesty International am Mittwoch in einem Bericht das EU-Flüchtlingsabkommen mit Libyen sowie die Nichtrettung der im Meer treibenden Flüchtlingen durch Italien und Malta als zerstörende Auswirkungen auf das Schicksal von Hunderten Migranten an.
Im Juni und Juli sind 721 Menschen auf dem Weg von Libyen über das Mittelmeer ums Leben gekommen. Die europäische Politik verhindern die Rettung von Menschen und die lebenswichtige Arbeit von Hilfsorganisationen, erklärte der Asyl- und Migrationsexperte von Amnesty, Matteo de Bellis.
Die Zahl der Menschen in libyschen Haftzentren, stieg daraufhin laut Amnesty International von 4.400 im März auf mehr als 10.000 Ende Juli an. Italienische und maltesische Behörden würden Hilfsorganisationen "einschüchtern und kriminalisieren", teilte er mit.
Die EU-Mitgliedsstaaten hatten sich zuvor auf einen Plan zur Niederlassung von Flüchtlingen, die über Libyen nach Europa kommen, geeinigt. Italien und Malta hatten in den vergangenen Wochen wiederholt die Aufnahme von geretteten Bootsflüchtlingen verweigert.