UNO drängt auf „sofortigen“ Stopp der israelischen Siedlungsexpansion
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New York (ParsToday/PressTV) - Die Vereinten Nationen erklärten, Israel verstoße eklatant gegen das Völkerrecht, indem es seine Siedlungen im besetzten Westjordanland und Ost-al-Quds (Ost-Jerusalem) ausbaue. 
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Jun 25, 2021 08:16 Europe/Berlin
  • UNO drängt auf „sofortigen“ Stopp der israelischen Siedlungsexpansion

New York (ParsToday/PressTV) - Die Vereinten Nationen erklärten, Israel verstoße eklatant gegen das Völkerrecht, indem es seine Siedlungen im besetzten Westjordanland und Ost-al-Quds (Ost-Jerusalem) ausbaue. 

Die UNO forderte eine sofortige Einstellung aller Siedlungsaktivitäten.

Der Aufruf erfolgte auf einer Sitzung über die Umsetzung einer Resolution des Sicherheitsrats aus dem Jahr 2016. UN-Generalsekretär Antonio Guterres und der UN-Sonderkoordinator für Westasien, Tour Wennesland, berichteten über die Umsetzung der Resolution, in der erklärt wurde, dass Siedlungen „keine Rechtsgültigkeit“ hätten.

Während des Treffens warnten UN-Vertreter, dass israelische Siedlungen ein Haupthindernis für eine Lösung des jahrzehntelangen Konflikts in den besetzten Gebieten seien.

Der 12-seitige Bericht von Guterres forderte Israel auf, die Zerstörung palästinensischer Häuser und anderes Eigentum sowie die Vertreibung von Palästinensern zu beenden.

Am Donnerstag legte Israel Pläne für 31 neue Siedlungsbauprojekte im besetzten Westjordanland vor. 

Israels neue Koalition genehmigt erste Bauprojekte in Siedlungen im Westjordanland

ennesland sagte, er sei „zutiefst beunruhigt“ über die Zustimmung Israels zu einem Plan, die Siedlung Har Homa in Al-Quds um 540 Wohneinheiten zu erweitern, sowie einen Siedlungsaußenposten zu errichten.  

„Ich unterstreiche erneut unmissverständlich, dass israelische Siedlungen eine eklatante Verletzung der Resolutionen der Vereinten Nationen und des Völkerrechts darstellen“, sagte der UN-Gesandte. „Sie sind ein großes Hindernis für das Erreichen einer Zweistaatenlösung und eines gerechten, dauerhaften und umfassenden Friedens.“

„Die Förderung aller Siedlungsaktivitäten muss sofort eingestellt werden“, sagte Wennesland.

Mehr als 600.000 Israelis leben in über 230 illegalen Siedlungen, die seit der Besetzung der palästinensischen Gebiete im Westjordanland und Ost-Jerusalem 1967 gebaut wurden.

Der Großteil der internationalen Gemeinschaft hält den israelischen Siedlungsbau nach internationalem Recht für illegal.