Anti-Regierungsdemonstration in Argentinien
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Buenos Aires (ParsToday) - Aus Protest gegen die Vereinbarung der Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sind tausende Menschen gestern in der Hauptstadt auf die Straße gegangen.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Jul 10, 2022 04:16 Europe/Berlin
  • Anti-Regierungsdemonstration in Argentinien

Buenos Aires (ParsToday) - Aus Protest gegen die Vereinbarung der Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sind tausende Menschen gestern in der Hauptstadt auf die Straße gegangen.

Tausende Argentinier gingen  am Samstag in Buenos Aires auf die Straße, skandierten Parolen gegen Präsident Alberto Fernandez und forderten den Rücktritt die Regierung.

Demonstranten marschierten vor den Pink Palace, dem Sitz der argentinischen Regierung. Demonstranten sagten, die Regierung sollte wissen, dass die Vereinbarung der Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds im Jahr 1983 dem Land nur Chaos gebracht habe, was zu einer grassierenden Inflation und massiven sozialen Krisen geführt habe.

2018 erhielt Argentinien vom Internationalen Währungsfonds einen Kredit in Höhe von 44 Milliarden Dollar. Nun sind die Beratungen der argentinischen Regierung über die Rückzahlung dieses Kredits Gegenstand von Volksprotesten geworden.

Gemäß der Vereinbarung der argentinischen Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds hat sich Buenos Aires verpflichtet, sein Haushaltsdefizit von drei Prozent im Jahr 2021 auf neun Zehntelprozent im Jahr 2024 zu reduzieren.

Die protestierenden Menschen in Argentinien sagen, dass Die Vereinbarung berücksichtige nicht die Bedürfnisse der Menschen, sondern setze die Regierung wegen Rückzahlung der Schulden unter Druck.

Argentinien kämpft immer noch mit einer hohen Inflation. Im Jahr 2021 lag die Inflation hierzulande bei 50,9 %. Die Regierung prognostizierte, dass sie die Inflation bis 2022 auf 33 % senken könnte. Auch die Armut ist in Argentinien sehr groß, so dass vierzig Prozent der argentinischen Bevölkerung von Armut betroffen sind.