UNO prangert steigende Inhaftierung von Flüchtlingen in Europa an
-
Aus Griechenland drängen tausende Flüchtlinge nach Westeuropa. (Quelle: Reuters)
Genf (IRIB) - Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Ra'ad al-Hussein hat die zunehmende Inhaftierung von Flüchtlingen, darunter Kinder ohne Begleitung, in den sogenannten Hotspots in Griechenland und Italien, als besorgniserregend kritisiert.
In seiner Rede bei der 26. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf forderte er am Montag die zuständigen europäischen Behörden auf, Alternativen zur Inhaftierung von Kindern zu entwickeln.
Er forderte die europäischen Länder ebenfalls auf, einen Weg zu finden, die aktuelle Flüchtlingskrise konsequent und auf eine Weise zu bewältigen, mit deren Hilfe die Rechte der betroffenen Menschen respektiert werden. al-Hussein fuhr fort, dass durch neue Systeme des Einwanderungsmanagements die europäischen Länder die Asylanträge unter Berücksichtigung der Richtlinien des internationalen Schutzes untersuchen können.
In einem weiteren Teil seiner Rede beklagte er auch die weit verbreitete Anti-Flüchtlings-Rhetorik auf dem europäischen Kontinent und forderte deren Bekämpfung.
Europa kämpft gegen die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.
Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk sind im vergangenen Jahr über eine Million Flüchtlinge, haupsächlich aus Syrien, über Griechenland nach Europa gekommen. Auch seit Anfang 2016 sind bisher schon 150.000 weitere Menschen nach Europa geflüchtet. 38 Prozent davon sind Kinder.