Russland: Erdogans Entschuldigung kommt zu spät und ist zu gering
Moskau (Press TV) - Der Vorsitzende des Ausschusses für internationale Beziehungen im Föderationsrat, dem Oberhaus des russischen Parlamentes, Konstantin Kossatschow, hat die Entschuldigung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für den Abschuss eines russischen Kampfjets als zu spät und zu gering bezeichnet.
"Diese Entschuldigung ist das Ergebnis Erdogans gescheiterter Außenpolitik", sagte Kossatschow am Montag und fügte hinzu: "Die Entschuldigung hätte unverzüglich nach dem Vorfall kommen müssen, oder es wäre sogar besser, dass der Vorfall sich überhaupt nicht ereignet hätte."
Er wies darauf hin, dass das damalige türkische Vorgehen keiner Logik unterläge und, dass die Normalisierung der Beziehungen zur Türkei unter ihrer jetzigen Führung unmöglich sei. Er unterstrich: "Meiner Meinung nach genügt ein einziges Entschuldigungsschreiben nicht, um die Bezeihungen zu normalisieren. Viel mehr sollte seitens der Türkei mehr getan werden."
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte, Erdogan habe einen Brief an Putin gerichtet, in dem er sein tiefes Mitgefühl für die Familie des ums Leben gekommenen Su-24-Piloten zum Ausdruck gebracht habe. Er habe zudem die Hoffnung geäußert, dass Ankara und Moskau ihre Beziehungen schnellstmöglich normalisieren.
Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei befinden sich in einer Krise, seitdem ein türkisches Jagdflugzeug am 24. November 2015 einen russischen Su-24-Bomber in Syrien abgeschossen hat. Die Türkei behauptete, dass der Bomber die Lufthoheit des Landes verletzt habe. Moskau hat dies jedoch bestritten und forderte eine Entschuldigung Ankaras.
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