Das iranische Kino nach dem Sieg der Islamischen Revolution
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Am 11. Februar 2016, dem Jahrestag des Sieges der Islamischen Revolution, werden die Abschlussfeiern des 34.Fadschr-Filmfestival stattfinden.
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Feb 10, 2016 12:05 Europe/Berlin

Am 11. Februar 2016, dem Jahrestag des Sieges der Islamischen Revolution, werden die Abschlussfeiern des 34.Fadschr-Filmfestival stattfinden.

Dieses Festival ist ein wichtiges Ereignis in der iranischen Kinowelt und spiegelt das Schaffen der iranischen Filmemacher innerhalb eines Jahres wieder.

Es lässt sich behaupten, dass die Siegesfeiern der Islamischen Revolution sich am besten für dieses große Fest im iranischen Kino eignen, denn durch diesen Sieg hat der iranische Film einen großen Wandel erlebt und eine neue Epoche, die von der früheren sehr verschieden war, begonnen.

In der Zeit vor der Islamischen Revolution hatte das iranische Kino vor allen Dingen Unterhaltungscharakter und die Filme waren in der Mehrzahl primitiv. Es gab zwar auch Regisseure, die einen anderen Weg gingen und auch in internationalen Kreisen bekannt wurden, doch konnten sie dem iranischen Kino kaum zum Fortschritt verhelfen, weil die trivialen Filme in der Mehrzahl waren.

Wegen ihrer verschiedenen Auswirkungen auf die Kultur gilt die Islamische Revolution unter den Revolutionen im 20. Jahrhundert als etwas Besonderes. Diese Revolution hat erheblich das neue iranische Kino beeinflusst.

In den meisten iranischen Filmen, die nach der Revolution entstanden, geht es um Ethik, Menschenliebe und Spiritualität. Diese Filme streben die Verwirklichung der sozialen Gerechtigkeit an, richten sich gegen blinden Eifer und dienen der Förderung von Frieden und Allgemeinwohl. Das Kino hat in den Jahren nach dem Revolutionssieg viele Themen aufgegriffen und entfaltet.

Nach Beginn der revolutionären Ära wurden im iranischen Film technische Faktoren wie die Kameraführung und der Schnitt, Masken- und Bühnenbild und Kostümentwurf, Tonleitung, besondere Effekte den internationalen Normen angepasst und kamen auf einen gebührenden Platz zu stehen. Das iranische Kino legte sich die aktuellen modernen Techniken zu, wie für Digitalfilm, nicht-linearen Schnitt, Dolby-Surround Raumklang und Filmaufnahmen mit Steadycam- einem komplexes Halterungssystem für tragbare Filmkameras.

 

Zum ersten Mal betraten junge Leute mit akademischer Ausbildung die Fachwelt des Kinos und die Zahl der Schauspielerinnen stieg im Verhältnis zu der Vergangenheit auffällig. Vor der Revolution gab es zwar auch weibliche Schauspieler, aber ihr Rollenspiel entsprach, bis auf Ausnahme einiger weniger darstellender Künstlerinnen nicht den islamischen Sittenregeln.

Entgegen der Hetzpropaganda, dass den Frauen nach dem Revolutionssieg in den Bereichen der Kunst Hindernisse in den Weg gelegt werden würden, haben eine große Zahl von Künstlerinnen sich auf bestimmten Gebieten des Kinos spezialisiert, nicht nur als Darstellerinnen sondern auch als Filmregisseurin, Regiebuchautorin oder Komponistin ebenso wie beim Filmschnitt und als Masken-, Bühnen- und Kostümbildnerinnen.

Hunderte von Frauen fanden, nachdem sie sich in der modernen Schauspielkunst ausbilden ließen, Zugang zum iranischen Kino, um zusammen mit männlichen Künstlern dem iranischen Kino zur optimalen Weiterentwicklung zu verhelfen.

                             

Darüber hinaus haben sich iranische Regisseure und Regiebuchautoren zur Verwunderung der renommiertesten Fachleute der Kinowelt profiliert und konnten die goldene Palme von Cannes – mit der die künstlerisch wertvollsten Filme der Welt prämiert werden – sowie den Oscar für das professionellste Weltkino gewinnen.

Dazu zählten Filmemacher wie Ibrahim Hatamikia, Madschid Madschidi, Asghar Farhadi, Frau Rachschan Bani Etemad, Kiyanoush Ayari, Kiumars Pourahmad und Ahmad Resa Darwisch, Rasoul Mollagholipour, Abbas Kiarostami und weitere.

Im internationalen Bereich von Kultur und Kunst war es zweifelsohne der Kinofilm, der dem Iran den meisten Ruhm verschafft hat.

Seit 1959, als der iranische Film zum ersten Mal auf internationaler Ebene auftrat, bis 2014 war das iranische Kino fast 30 Tausend Mal auf internationaler Ebene präsent und darunter fallen 29 Tausend Fälle in die Zeit nach der Islamischen Revolution. Durchschnittlich hat sich der iranische Film seit 1979 bis heute international pro Monat 65 Mal vorgestellt.

2004 war das erfolgreichste Jahr für den iranischen Film mit 1800 internationalen Vorstellungen und 2012 hat er den Rekord von 226 internationalen Preisen erzielt. Davon wurde der Film „Nader und Simin- eine Trennung “ von Asghar Farhadi mit den meisten Auszeichnungen gekrönt.

Gemäß den Daten für die Preise, die das iranische Kino für schauspielerische Leistung in den vergangenen 44 Jahren erhielt, gingen 70 Preise an weibliche und 60 Preise an männliche Schauspieler.

Der erste Preisträger nach dem Revolutionssieg unter den männlichen Akteuren war Jamshid Mashayekhi für seine Rolle im Film „Pedar Bozorg“ (Großvater) . Der Preis wurde von dem Pjöngjang -Filmfestival verliehen.

Zu den renommiertesten Auszeichnungen für Schauspieler des iranischen Kinos gehören die 3 Silbernen Bären von der Berlinale. Den ersten erhält Resa Naji 2008 für seine schauspielerische Leistung in dem Film „Der Gesang der Spatzen“. Zwei weitere silberne Bären der Berliner Filmfestspiele gingen 2011 an die beiden Hauptdarsteller in dem Film „Eine Trennung – Nader und Simin“.

           

Im vergangenen Jahr hat das inländische Publikum für den iranischen Film um 70 Prozent zugenommen und damit überholte er den chinesischen und türkischen Film in Bezug auf die Zahl der Kommunikationspartner. Abgesehen davon war die Zunahme der Kinobesucher in China durch den Hollywood- Film gestiegen, während die Steigerung im Iran durch das eigene nationale Kino zustande kam.

Im Moment stehen im Iran 322 Kinosäle mit einer Kapazität von 112 Tausend Sitzen für das Publikum offen, und alle Säle sind mit einem Digitalsystem ausgestattet.

Der Privatsektor baut zurzeit mehrere neue Kinos.

Jährlich werden in iranischen Kinos circa 50 Filme vorgeführt und es werden circa 400 Videofilme produziert.