Anlässlich der jüngsten Internationalen Ausstellung für Tourismus in Teheran
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Vom 13. bis 15.Februar fand in Teheran zum 13.Mal die Internationale Ausstellung für Tourismus statt. Hier unser Beitrag zu diesem Ereignis.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Mrz 02, 2020 02:41 Europe/Berlin

Vom 13. bis 15.Februar fand in Teheran zum 13.Mal die Internationale Ausstellung für Tourismus statt. Hier unser Beitrag zu diesem Ereignis.

 

Die Reiseverkehrsindustrie ist ein abwechslungsreicher Industriezweig, der viele Arbeitsplätze schafft und das Einkommen der Länder  erhöht.  Diese Industrie gewinnt immer mehr an Bedeutung. Sie  ist ein wichtiger Pfeiler der heutigen Weltwirtschaft und kommt mit ihrer Bedeutung nach  der Öl- und Fahrzeugindustrie auf dem dritten Platz zu stehen. Ein Land wie Frankreich empfängt zum Beispiel jährlich  mehr als 80 Millionen Touristen und verdankt dieser Industrie einen Wirtschaftsaufschwung.

Auch viele Entwicklungsländer sind bestrebt,  ihre Wirtschaft durch die Fremdenverkehrsindustrie zu verbessern und sich auf diese Industrie zu konzentrieren. Zu den Schritten in dieser Richtung gehören auch internationale Messen, auf denen die Staaten ihr touristisches Angebot vorstellen können.  

Auf Ausstellungen für den Tourismus treffen Unternehmer der Fremdenverkehrsindustrie zusammen und können sich austauschen.  Die Messeteilnehmer erfahren mehr über neue Ideen und Potentiale auf dem Tourismusmarkt und außerdem werden die Bemühungen um eine Erreichung der internationalen Standardnormen auf diesem Gebiet gesteigert.  Die Teilnehmer an internationalen Tourismusausstellungen können  zeigen,  was ihr Land auf dem Gebiet der Kultur, Geschichte und der Natur zu bieten hat, und ihre Fortschritte auf dem Gebiet des Tourismus präsentieren.

 

 

Iran gehört zu den ersten 5 Ländern mit dem abwechslungsreichsten Klima und zu den ersten 10 Ländern, was sein Angebot an  historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten betrifft. Iran blickt auf eine Zivilisationsgeschichte von mehreren Jahrtausenden zurück.  In einem Zeitraum, wo  es viele der heutigen Staaten auf der Welt noch nicht gab, haben im Iran mehrere Imperien existiert. Angesichts der verschiedenen historischen und natürlichen Sehenswürdigkeiten in unserem Land, ist die Abhaltung einer Tourismusmesse auf internationaler Ebene ein wichtiges Ereignis.

Die internationale Teheraner Tourismus-Messe  ist  im Kalender der UNWTO  -nämlich der Weltorganisation für Tourismus - eingetragen.  Die Veranstalter teilen jedes Jahr  dieser Weltorganisation die  Namen der Messeteilnehmer mit.   Auf der Messe für Tourismus stellen sich natürlich auch Hotelbetriebe vor. 

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Die diesjährige internationale Tourismusmesse im Februar fand  auf dem ständigen  Ausstellungsgelände in Teheran statt.  Insgesamt nahmen 627 Unternehmen  an ihr teil. 52 davon kamen aus dem  Ausland, darunter  aus England, Russland, Türkei, Malaysia, Indonesien, Indien und weiteren Ländern.  Die Messeteilnehmer stellten auf einer Fläche  von 40 Tausend Quadratmetern aus. Neben  Vertretern des Hotelwesens und Organisationen für Pilgerfahrten und Reiseverkehr, nahmen auch Museumsleiter, Vereine, und natürlich Reiseagenturen und Vertreter von relevanten Berufsgruppen teil und informierten an ihren Ständen über ihre Dienstleistungen.  

Die verschiedenen iranischen Volksgruppen hatten ihren eigenen Stand und die Messebesucher konnten dort  deren besonderen Folkloremusik zuhören. Am Stand der einzelnen insgesamt 31 iranischen Provinzen konnten sich die Besucher über deren wichtigsten touristischen Anziehungsunkte und historischen Sehenswürdigkeiten sowie die Unterbringung erkundigen, damit sie gezielt für ihr nächstes Reiseziel planen.

Unter den Messebesuchern waren auch Leute, die das Reisen wie einen Beruf ausüben, oder die per Anhalter unterwegs sind, ebenso  wie die  Leiter von  Reisetouren und die Besitzer von Unterkünften in ländlichen Gegenden.  Diese  Teheraner Messe für Tourismus ist ein geeigneter Ort, um sich mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten anderer Länder und der verschiedenen Städte im eigenen Land vertraut zu machen und man kann auch bekannte Leute aus der Nähe kennenlernen. Einer von ihnen ist

Issa Omidvar. Er  ist ein iranischer Weltreisender. Zusammen mit seinem Bruder Abdullah  hat er im Jahre 1955 mit seinen Weltreisen auf dem Motorrad begonnen.  Die beiden waren die ersten iranischen Weltreisenden, die das Reisen als Beruf ausüben. Sie haben ein Buch herausgegeben mit dem  Titel „Die Reise der Brüder Omidwar“.   Der Weltreisende Issa Omidwar hat sich an dem Stand des Saadabad-Komplexes auf der Teheraner Messe mit den Besuchern unterhalten und sie zum Reisen angeregt.  Die Gebrüder Omidwar präsentieren zurzeit gleichzeitig im Museum des Saadabad-Palastes Geschenke, mit denen sie bisher bedacht wurden, wobei sie wöchentlich einige Stunden persönlich  in dieser Ausstellung  in Nord-Teheran erscheinen. 

Um mehr über die verschiedenen Anziehungspunkte  im Iran zu erfahren haben wir die  Stände der südiranischen Bevölkerung besucht. Im Winter ist der warme Süden ein beliebtes Ausflugsziel. Am Siraf-Stand der Provinz Buschehr erfahren wir mehr über die  antike Stadt Siraf.  Siraf ist der  erste Hafen  Irans gewesen, der mit den Häfen anderer Länder in der Welt in Verbindung stand. Er hat  einmal zur alten Seidenstraße gehört. In Siraf gibt es eine alte Anlage namens Dareh Lir (Lir-Tal) wo Regenwasser aufgefangen wurde. Sie besteht aus 7 Tausend rechteckigen Auffangbecken.

Wir unterhalten uns  an diesem Stand mit Mohammad Kangani.

 

 

Mohammad Kangani leitet das nicht-staatliche Institut Siraf-Pars-Muzeh (Museum)  und ist seit fast 15 Jahren Reiseführer für den antiken Hafen Siraf und die umliegenden Gebiete.  Ihm wurden bereits 8 nationale Auszeichnungen für seine Tätigkeit und für seine Recherchen und Museumspflege verliehen.  Mohammad Kangani sagt, dass er zum dritten Mal an der Internationalen Teheraner Messe für Tourismus teilnimmt. Er weiter: „Die Provinz Buschehr hat bereits an allen bisherigen Messerunden teilgenommen aber diesmal präsentiert sich Siraf an einem eigenen Stand.  Wir  haben Kontakte zu den Reiseagenturen und Reiseführern und Leuten, die in der Region im Fremdenverkehr aktiv sind, aufgenommen, um Siraf auf nationaler und internationaler Ebene vorzustellen.“

     

 

Ja,  Iran ist ein Land in dem gleichzeitig vier Jahreszeiten herrschen und die Natur sehr vielfältig ist. Iran hat  Wüsten und Wälder, Berge, Seen und Meeresküsten, eine alte Geschichte und viele Kleinkulturen. Man muss es einmal aus der Nähe gesehen haben.