Die Persönlichkeit des Jahres 1394 der Kunst der Islamischen Revolution
Vorige Woche wurde in Teheran die Persönlichkeit des Jahres der Kunst der Islamischen Revolution vorgestellt.
Für die Wahl zur Persönlichkeit der Kunst der Islamischen Revolution 1394 waren 19 revolutionäre iranische Künstler als Kandidaten in Betracht gekommen. Aufgrund eines schrittweisen Auswahlverfahrens seitens 70 Gutachtern war schließlich die Entscheidung gefallen.
Auf der Vorstellungszeremonie hat der Leiter des Kunstressorts der Organisation für Islamische Öffentlichkeitsarbeit ,Mohsen Mumeni Scharif gesagt: „Diejenigen die über die Literatur und Kunst vor der Revolution informiert sind, wissen, dass damals zwischen der Gesellschaft der Künstler und der Welt der Religiösen eine Kluft bestand und sie sind sich der Größe der Revolutionskunst daher besser bewusst. Die Woche der Kunst der Islamischen Revolution ist eine gute Gelegenheit, ihre wichtigsten Errungenschaften und damit die größte Leistung dieser Revolution, näher zu betrachten.“
Er fügte hinzu: „Wir haben nach unserer Revolution Fortschritte in der Wirtschaft, Landwirtschaft und Wissenschaft erlebt. Wir können zusätzlich stolz behaupten, dass die Kunst der Islamischen Revolution besondere Eigenschaften besitzt und sich hinsichtlich ihrer Sichtweise von Dasein, Schöpfung und Mensch von den anderen Kunstschulen abhebt, so dass an den Universitäten über diese Schule bereits zahlreiche Forschungen betrieben wurden.“
Als ein wichtiges Kinoereignis des vergangenen iranischen Sonnenjahres, welches am 19. März 2016 zu Ende ging, bezeichnete er die Vorführung des Filmes Mohammad Rasulullah (Mohammad der Prophet Gottes).
Auf der obigen Zeremonie wurden die Kandidaten für den Titel „Persönlichkeit des Jahres der Kunst der Revolution und ihre Tätigkeit auf dem Gebiet der Malerei, Literatur, Animation, Kino, Theater und Fernsehen im Zusammenhang mit dem Thema „Islamische Revolution“ und der Verbreitung des Gedankens dieser Revolution und der Heiligen Verteidigung vorgestellt.
Es war der Filmregisseur Madschid Madschidi, der auf dieser Feier unter den Titelanwärtern für das Jahr 1394 als die Persönlichkeit des Jahres in der Revolutionskunst bekannt gegeben wurde. Nachdem Madschidi seine Auszeichnung in Empfang genommen hatte, sagte er:
Ich bin der Überzeugung, dass die Märtyrer, die mit ihrem Leben die Sicherheit an den Grenzen des Landes gewährleistet haben, die wahren Künstler sind. Wir selber haben angesichts des Meeres der Werte die sie besaßen, nichts getan. Sie haben ohne bekannt zu werden oder Ansprüche zu stellen, die Bedingungen für Leute wie uns geschaffen.“
Er fuhr fort: „Bei all meinen Bestrebungen ging es darum, mein Leben für ein Werk unter dem Namen des Heiligen Propheten (s)einzusetzen.“
Der Film „Mohammad Rasullullah (s) unter der Regie von Madschid Madschidi gelangte im vergangenen iranischen Sonnenjahr auf die iranischen Kino-Leinwände und wurde auch in einigen Zentren im Ausland vorgeführt. Das Regiebuch schrieb Madschid Madschidi gemeinsam mit Kambusia Partovi und Hamid Amdschad. Der Film handelt von den Ereignissen vor der Geburt des Propheten des Islams bis zu dessen 12. Lebensjahr.
Mit diesem Film will Madschid Madschidi auf anschauliche und unvergessliche Weise das wahre Wesen des Propheten des Islams und sein Verhalten vorstellen. „Mohammad Rasulullah (s)“ ist ein großes iranisches Filmwerk und eine gelungene Darstellung des wahren edlen Islam und seines Überbringers. Der Film bringt die Friedfertigkeit des Propheten zum Ausdruck und zeigt sein Verhalten zu den Anhängern anderer Religionen himmlischen Ursprungs, wie zu Christen und Juden. Er erklärt damit die Richtung des Wahhabismus und des so genannten Islamischen Staates für ungültig, welche behaupten, sie würden sich nach der Vorgehensweise (Sunnah) des Propheten orientieren, während sie die Gewalt zu ihrem obersten Gebot gemacht haben. Der Film „Mohammad Rasulullah (s)“ ist ein wichtiger Schritt gegenüber dem Projekt der Angstmache vor dem Islam und gegenüber dem gewaltsamen Vorgehen der IS-Terroristen im Westen und auf der Welt. Daher verwundert es nicht, dass die Wahhabiten und die IS-Terrorgruppe verboten haben, sich diesen Film anzusehen.
Während viele Filmkritiker und Tausende Zuschauer das Filmwerk von Madschidi gelobt haben, bezogen eigenartigerweise einige arabische Staaten schon mit Beginn der Dreharbeiten einen ablehnenden Standpunkt. Diese Kritik wurde aber von iranischer Seite als ungerechtfertigt und unzutreffend zurückgewiesen.
Der Film „Mohammad Rasulullah (s)“ vermag den Islam besser zu veranschaulichen, als es ein Geschichtsbuch oder Prediger könnte. Doch einige Leute scheinen nicht die Bedeutung des Kinos bei der Verteidigung des wahren Islams begriffen zu haben.
Madschid Madschidi ist ein bekannter Regisseur, Regiebuchautor und Darsteller. Er ist der erste iranische Regisseur, der für den Oscar kandidierte. Der Film „die Kinder des Himmels“ wurde 1998 bei der Oscar-Verleihung für den besten fremdsprachigen Film der Oscar-Verleihung zusammen mit anderen 4 Kandidaten nominiert. Madschidi, geboren 1959 in der nordiranischen Stadt Talesch, hat Schöne Künste und Kinofilm studiert. Seine künstlerische Betätigung begann er vor der Islamischen Revolution im Theater und sammelte nach dem Revolutionssieg als Kino-Darsteller in der Rolle eines Revolutionärs oder eines Lehrers Erfahrung. Danach wandte er sich der Filmregie zu. Er drehte mehrere Kurz- und Dokumentarfilme und 8 Spielfilme, mit denen er bei Kritikern und Zuschauern im In- und Ausland Beifall erntete. Zu seinen internationalen Erfolgen gehört zum Beispiel der Grand Prix des Ameriques , der im 2001 vom 25. Montreal-Film-Festspielen in Canada, für seinen Film „Baran“ verliehen wurde. „Baran“ handelt von den Entbehrungen des afghanischen Volkes und räumt mit Vorurteilen die der Einheit der Muslime schaden, auf. Zu nennen ist ebenso die Nominierung des Filmes „Kinder des Himmels“ für den Großen Jurypreis beim Festival des American Film Institute .
Madschidis Film „Pedar“ (Vater) wurde vom San Sebastian International Film Festival zum besten Film preisgekrönt und gewann den Jury-Preis. 2008 nahm Madschidi auf der Berlinale mit dem Film „Gesang der Spatzen“ teil.
Madschidi schlug nach dem Film „Kinder des Himmels“ einen neuen Weg ein. Seine Filme über die entbehrenden Bevölkerungsschichten sind keine bittere Schwarzmalerei. Armut ist in seinen Filmen keine Schande und die Menschen aus den ärmeren Schichten haben in seinen Filmen ein großes Herz. Der Film „Rang-e Choda“ (die Art (wörtlich: Farbe) Gottes) (deutscher Titel: Die Farben des Paradieses) von 1999 erfüllte die Erwartungen an diesen erfolgreichen iranischen Regisseur nach seinem Film „Kinder des Himmels“. Wie in anderen seiner Filme war auch in diesem Film ein Jugendlicher Hauptdarsteller. Der Film handelt von einem blinden Jungen, der von seinem Vater wegen der Sehbehinderung vernachlässigt wird. Doch das spirituelle Wesen dieses Jungen führt schließlich zur Heilung der gestörten Vater-Sohn-Beziehung. Der Film wurde unter anderem mit einem Spezialpreis auf dem Festival Internacional de Cine de Gijón, das Filme für Kinder und Jugendliche zeigt, und dem Hauptpreis auf dem World Film Festival ausgezeichnet und zweimal für den Young Artist Awarad nominiert.Mit diesem Film wurde Madschidi zu einem angesehenen Gesicht in der internationalen Szene. Er wurde Bannerträger der Generation, die nach der Revolution ihre Tätigkeiten aufgenommen haben und wurde als Regisseur bekannt, der seine spirituellen Gedanken in einem schlichten Rahmen zur Sprache bringt und ein liebenswertes Bild vom Osten und seiner Spiritualität zeichnet.
Madschid Madschidi verdient die Auszeichnung als Persönlichkeit des Jahres der Revolutionskunst, weil seine Werke Gedanken und Wesen der Islamischen Revolution wiederspiegeln. Madschidi hat seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit als Darsteller und daraufhin als Regisseur, eine bestimmte geistige Linie verfolgt. In allen seinen Werken legt er Wert darauf seine religiösen Überzeugungen nahezubringen und seine Tätigkeit als Filmregisseur dient der Verteidigung dieser Werte und ihres Schutzes mit der Sprache der Kunst. Seine Sichtweise ist die des Volkes und stützt sich auf die Wesensgrundzüge der Islamischen Revolution. Diese Sichtweise lässt er manchmal im Rahmen der aktuellen Geschehnisse und manchmal durch Annäherung an andere Kulturen zur Geltung kommen. Dank seiner Erfahrungen mit der Kunst und fortschrittlicher Techniken hat er mittlerweile Werke für die Nachwelt geschaffen, die auch Zuschauer im Ausland in ihren Bann ziehen können.