Ausführungen des Revolutionsoberhauptes anlässlich des Weltarbeitertages
Am 27. 4. versammelten sich zahlreiche Arbeitern beim Revolutionsoberhaupt. Wir besprechen einige Ausschnitte aus seiner Ansprache bei dieser Zusammenkunft anlässlich des Weltarbeitertages.
Im Islam wird der Arbeit und Anstrengung einer hoher Wert beigemessen.
Wer sich anstrengt um seinen Unterhalt zu verdienen und seine Familie zu versorgen, wird geehrt und erfährt Gottes Segen. Unbegründete finanzielle Abhängigkeit von anderen und Untätigkeit sind im Islam nicht vertretbar. Der höchste religiöse Amtsträger in der Islamischen Gesellschaft, nämlich der Erhabene Prophet (s) und nach ihm die Imame aus seinem Hause haben niemals das Arbeiten eingestellt. Sie haben Brunnen angelegt, oder im Dattelhain gearbeitet oder sich durch Bestellung des Ackers den Lebensunterhalt verdient und von den Früchten ihrer Anstrengungen an die Bedürftige weitergegeben. In einer solchen Kultur gilt der Arbeiter als wertvolles Mitglied der menschlichen Gesellschaft und die Gesellschaft erleidet ohne ihn großen Schaden.
In vielen anderen Kulturen wird der Arbeit und dem Arbeiter nicht eine solche Stellung zugeschrieben. Deshalb ist es im Westen im Laufe der Geschichte zu ernsthaften Konflikten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern und zu traurigen Vorfällen gekommen. Schließlich wurde, nach den Protesten der Arbeiter in der westlichen Gesellschaft gegen die Ungerechtigkeiten und Herabsetzung der erste Mai zum Weltarbeitertag ernannt.
Die Konflikte zwischen Arbeitern und Arbeitgebern sind ein charakteristisches Merkmal der materiell orientierten westlichen Kultur, in der körperliche und harte Arbeit als ein Zeichen der Untertänigkeit und Geringfügigkeit gilt. Einem solchen Konflikt begegnen wir in der wahren islamischen Kultur nicht, denn wie gesagt, haben die Großen der Religion selber gearbeitet und sahen in der Arbeit eine Ehre und Segen. Im islamischen Iran nach dem Sieg der Revolution, haben ihre religiösen Führer immer die besondere Bedeutung von Arbeitern für die Unabhängigkeit und die Größe des Landes unterstrichen. Sie haben den Weltarbeitertag genutzt um diesen Punkt hervorzuheben. Ajatollah Khamenei, Oberhaupt der Islamischen Revolution empfing daher auch dieses Jahr wieder eine große Anzahl von Arbeitern.
Ajatollah Khamenei gratulierte den Anwesenden zum Tag des Arbeiters und sagte: „Ich gratuliere sowohl allen ihnen als auch der gesamten Arbeitergesellschaft des Landes und bitte Gott inständig darum, dass er uns das Glück beschert, unserer Aufgabe gegenüber der Arbeitergesellschaft richtig nachzukommen.“
Ajatollah Khamenei erklärte, der Begriff Arbeit habe eine sehr umfassende Bedeutung und schließe alle wissenschaftlichen, administrativen und produktiven Leistungen ein. Er erklärte Arbeit in diesem weitgefassten Sinne, wirke sich sowohl konstruktiv auf den Menschen selber als auch auf die Gesellschaft auf. Daher sei sie ein Wert. „Untätigkeit und Trägheit, unangemessene Zeitvertreib und Vergeudung der jugendlichen Energie und der Geistes- und Körperkräfte aber ist tadelnswert und ein Anti-Wert,“ so fuhr Ajatollah Khamenei fort.“ Dies ist die Ansicht des Islams. Jeder der an dem Platz an dem er sich befindet, eine Arbeit durchführt, der schafft einen Wert. Und wenn er religiös motiviert ist, dann ist es ein Gott-Dienen und wird von Gott belohnt.“
Der Islam bezeichnet die Arbeit und Anstrengung im Leben als Weg zum Glück im Jenseits und betrachtet sie als gottesdienstliche Handlung.
Als der Prophet einmal einem der Gläubigen die Hand drückte fragte er ihn, wieso sie so rau sei Da antwortete der Mann: „O Prophet Gottes! Ich arbeite mit dem Spaten und mit dem Seil um den Unterhalt für meine Familie zu verdienen.“ Da küsste der Prophet sein Hand und sprach: „Dies ist eine Hand, die niemals mit dem Feuer(der Hölle) in Berührung kommt.“
Ajatollah Khamenei sprach dann speziell über die Arbeiter, die in der Produktion, der Landwirtschaft und im Dienstleistungsgeschäft tätig sind. Er lobte die Treue der iranischen Arbeitergesellschaft zur Islamischen Staatsordnung und würdigte ihre Mitbeteiligung an der Revolution. Er erinnerte daran, dass die Marxisten während der revolutionären Kämpfe des iranischen Volkes versuchten, die allgemeine Volksbewegung in eine Arbeiterrevolution nach marxistischen Modell umzuwandeln um der muslimischen Bevölkerung und der religiösen Bewegung die Zügel aus der Hand zu nehmen. Aber die Arbeitergesellschaft, so betonte er, habe sich klug gegen diese Verschwörung gewehrt.
Das Revolutionsoberhaupt verwies auch auf die diesjährige Devise der tatkräftigen Umsetzung einer widerstandsfähigen Wirtschaft und hob die besondere Bedeutung der Arbeitergesellschaft für die Erreichung dieses sehr wichtigen Zieles hervor. Er sagte. „Die Bedeutung des Arbeiters geht als erstes auf das Verantwortungsbewusstsein zurück, d.h. dass der Arbeiter hinsichtlich der Tätigkeit, die ihm überlassen wurde, Verantwortung empfindet und dass er die ihm anvertraute Arbeit verantwortungsbewusst durchführt. Ajatollah Khamenei sagte: „Jeder Arbeiter sollte um Qualitätsverbesserung bemüht sein. Das bringt sowohl ihm selber als auch der Gesellschaft Segen.“
Der Prophet des Islams (s) hat gesagt: Segen sei auf dem Menschen, der eine Arbeit durchführt und sie ordentlich durchführt.“
Ajatollah Khamenei betonte, dass für eine Qualitätsverbesserung die Qualifikation der Arbeiter verbessert werden müsse. Er unterstrich wie wichtig die Berufsausbildung ist und verwies auf die Rolle der Regierung und der Arbeitgeber in dieser wichtigen Sache. Er bezeichnete die Berufssicherheit der Arbeiter als einen weiteren Faktor für die Qualitätsverbesserung und erklärte, dass auch die Herstellung dieses Faktors Aufgabe der Regierungsverantwortlichen und der Arbeitgeber und Direktoren sei. Die Schließung von Arbeitsstätten wegen Schwierigkeiten der Arbeitgeber sei zu verhindern, sagte er. Solche Schließungen hätten mit der Ausnutzung einer Situation durch einige gewinnsüchtige Individuen zu tun. Die zuständigen Behörden sollten in dieser Hinsicht die notwendige Sensibilität an den Tag legen.
Das Revolutionsoberhaupt betonte erneut den Vertrieb von iranischen Produkten und bezeichnete diesen als einen Faktor für den Erfolg von Arbeitern. Einen weiteren Faktor für ihren Erfolg sah er in gesunden Arbeitsbedingungen und einer Anhebung des Lohnanteils bei der Produktion und der Reduzierung unnötiger Ausgaben. Ajatollah Khamenei sagte, das marxistische Denken beruhe auf einem angeblichen Gegensatz zwischen Arbeitgeber und Arbeiter und betonte, dass im islamischen Denken Arbeiter und Arbeitgeber nicht in Konfrontation zu einander stehen, sondern zwei Arbeitskollegen sind. Es sei eine wichtige Aufgabe der Verantwortungsträger des Staates, die notwendigen Voraussetzungen für die Produktion zu schaffen, wie Beschaffung von Rohstoffen, und die Erleichterung des Warenexportes.
Das Revolutionsoberhaupt erklärte, dass die Inlandsproduktion unterstützt werden musst und sagte man dürfe keine Erzeugnisse der Art einführen, wie sie im Inland bereits produziert werden. Der Verkauf und der Konsum von ausländischer Wäre müsse als ein Anti-Wert gelten. Er forderte die Regierungsverantwortlichen auf gezielt und klug die Einfuhr zu kontrollieren und erklärte den Warenschmuggel für ein Gift für die Inlandsproduktion Er bemängelte Versäumnisse bei der Bekämpfung des Schmuggels und forderte ein ernsthaftes Vorgehen der Verantwortungsträger gegen organisierten Schmuggel.
Das Revolutionsoberhaupt bezeichnete den technischen Fortschritt auf dem Gebiet der neuen Technologien für die Verbesserung des Qualitätsniveaus von inländischen Produkten als notwendig und unterstrich – man müsse die Elitekräfte an den Universitäten für den technischen Fortschritt nutzen und Industrie und Universität könnten besser miteinander zusammenarbeiten. Er erinnerte an die Erfolge der jungen iranischen Wissenschaftler auf verschiedenen Gebieten und betonte, die iranischen Wissenschaftler seien in der Lage an internationale moderne Technologien im Produktionsbereich zu gelangen.
Ajatollah Khamenei verwies auf die Hindernisse, die die Feinde des Islamischen Irans, insbesondere die USA dem Land auf den Weg legen. Er sagte: Der Grund für unser Misstrauen gegenüber den Amerikanern, sind ihre klaren Anfeindungen. Er verwies darauf, dass sich die USA nicht an ihre Verpflichtungen aus dem Nuklearabkommen halten und entgegen ihrer Versprechungen Banken und Finanz- und Handelsinstitute an einer Zusammenarbeit mit Iran hindern.
Das Revolutionsoberhaupt fügte hinzu: „Wir haben ungefähr seit 38 Jahren diesen Feind, aber wir haben trotzdem Fortschritt erzielt. Und wenn diese feindlichen Maßnahmen auch noch 100 weitere Jahre anhalten, werden wir dennoch weiterkommen.“
Er unterstrich, dass die USA die Feinde des Irans sind und ihre feindlichen Maßnahmen sich gegen die allgemeine Bewegung des Volkes und gegen die Revolution und Staatsordnung richten. Er sagte: „Die Amerikaner, die einmal über alles im Land bestimmten, haben heute noch nicht mal eine Botschaft im Iran. Weil die Islamische Staatsordnung in Kraft getreten ist. Sie sind gegen diese Staatsordnung und wollen die frühere Lage wieder herstellen. Aber Iran ist, auch wenn es schwer unterdrückt wird, ein starkes Land und die USA werden nicht an ihr Ziel gelangen.“
Ajatollah Khamenei sagte noch in seiner Ansprache vor den versammelten Arbeitern: „Die Ehrung der Arbeit er und Würdigung der Arbeit muss an oberster Stelle aller Programme stehen. Im Islam ist Arbeit eine Form rechtschaffenes Handeln und ein Gott-Dienen und dies zeigt den Wert des Arbeiters in der Islamischen Staatsordnung.“
Wir bringen abschließend noch folgendes Hadith vom Propheten des Islams (s): „Gott-Dienen besteht aus 70 Teilen und der höchste davon ist das Streben nach einem Unterhalt, der halal ( religionsrechtlich zulässig) ist.“