Rechtsextremistische Verdachtsfälle in Bundeswehr gestiegen
Berlin (ParsToday/dpa) - Der deutsche Militärgeheimdienst MAD prüft viele Fälle von Rechtsextremismus in der Armee wie seit Jahren nicht mehr.
2017 seien 400 neue Verdachtsfälle auf Rechtsextremismus hinzugekommen, teilte der Militärische Geheimdienst MAD am Sonntag mit. In sechs Fällen stellte man laut dem MAD den Extremismus fest. Pro Jahr hatten sich damals der Behörde zufolge durchschnittlich gut 40 Fälle bestätigt. In den Jahren seit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 waren es im Schnitt 300 pro Jahr.
„Die gemeldeten Verdachtsfälle sind sicher ein Zeichen der gestiegenen Sensibilität in der Truppe, aber für sich noch kein Indikator für rechtsextremistische Umtriebe in der Bundeswehr“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.