Präsident Pezeshkian: Iran wird nicht unter Druck, Drohungen und Belagerung verhandeln
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ParsToday– Bei seinem fünften Telefongespräch mit dem pakistanischen Premierminister Shahbaz Sharif hat Präsident Masoud Pezeshkian die bestehenden Hindernisse im diplomatischen Prozess erläutert und betont: „Solange die feindseligen Maßnahmen und der operative Druck der USA nicht gestoppt werden, wird der Wiederaufbau von Vertrauen und Fortschritt im Dialog schwierig bleiben.“
(last modified 2026-04-26T04:29:38+00:00 )
Apr 26, 2026 06:27 Europe/Berlin
  • Präsident Masoud Pezeshkian und der pakistanische Premierminister Shahbaz Sharif
    Präsident Masoud Pezeshkian und der pakistanische Premierminister Shahbaz Sharif

ParsToday– Bei seinem fünften Telefongespräch mit dem pakistanischen Premierminister Shahbaz Sharif hat Präsident Masoud Pezeshkian die bestehenden Hindernisse im diplomatischen Prozess erläutert und betont: „Solange die feindseligen Maßnahmen und der operative Druck der USA nicht gestoppt werden, wird der Wiederaufbau von Vertrauen und Fortschritt im Dialog schwierig bleiben.“

Laut ParsToday haben Pezeshkian und Sharif bei diesem Telefongespräch die aktuelle politische und militärische Lage, einen möglichen Waffenstillstand sowie diplomatische Initiativen in Islamabad erörtert.

Der iranische Präsident bezeichnete die jüngsten US-Maßnahmen zur Verschärfung der Seeblockade gegen die Islamische Republik Iran als ernsthaftes Hindernis für jegliche vertrauensbildenden Prozesse und die Förderung der Diplomatie. Er sagte: „Während einerseits Signale für Dialog und Verhandlungen gesendet werden, zerstören gleichzeitig die verstärkte maritime Blockade und der anhaltende operative Druck praktisch den notwendigen Raum für gegenseitiges Vertrauen.“

Er betonte, dass die Islamische Republik Iran keinen Krieg begonnen habe und eine Ausweitung der Unsicherheit in der Region niemals anstrebe. Gleichzeitig widersprechen jedoch die fortgesetzten feindseligen Maßnahmen der USA, darunter die Seeblockade, den offiziellen Bekundungen des Landes zur Bereitschaft einer politischen Lösung. Dieser Widerspruch hat das Misstrauen in der iranischen Bevölkerung und unter den Regierungsverantwortlichen verstärkt.

Er erklärte: „Die Islamische Republik Iran ist der Ansicht, dass Verhandlungen nur dann greifbare Ergebnisse bringen können, wenn die Gegenseite anstelle von Drohungen, Druck und Zwang auf Vertrauen und gegenseitigen Respekt setzt. Iran betont im Rahmen anerkannter internationaler Rechtsgrundsätze lediglich die Durchsetzung der legitimen Rechte seines Volkes und stellt keine darüber hinausgehenden Forderungen.“

Der pakistanische Premierminister wies seinerseits auf die breite Solidarität der pakistanischen Öffentlichkeit mit dem iranischen Volk hin und sagte: „Das Volk Pakistans verfolgt die Entwicklungen aufmerksam und steht an der Seite der Menschen in Iran. Der Mut, die Standhaftigkeit und die Belastbarkeit des iranischen Volkes werden von uns allen bewundert.“

Sharif fügte hinzu: „Pakistan strebt keinesfalls Vereinbarungen an, die die Ehre und Würde des iranischen Volkes verletzen. Dennoch muss eine politische Lösung gefunden werden, die den Status Irans wahrt und gleichzeitig den Weg für Entwicklung, Stabilität und Wohlstand für die Islamische Republik Iran und die gesamte Region sichert.“