Araghchi: USA und Bahrain missbrauchen den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
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Der Außenminister Irans Seyed Abbas Araghchi
ParsToday – Der Außenminister Irans hat in einem Schreiben die von den USA und Bahrain eingebrachte „einseitige und provokative“ Resolution zur Lage in der Straße von Hormus scharf kritisiert und die internationale Gemeinschaft aufgefordert, einen Missbrauch des UN-Sicherheitsrats durch Aggressoren zu verhindern.
Wie ParsToday berichtet, erklärte Seyed Abbas Araghchi, Außenminister der Islamischen Republik Iran, in einem Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres, den chinesischen Außenminister Wang Yi, den chinesischen UN-Botschafter Fu Cong als derzeitigen Vorsitzenden des Sicherheitsrats sowie an die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, dass die aktuelle Situation in der Straße von Hormus „unmittelbar und ausschließlich“ auf den aggressiven, ungerechtfertigten und völkerrechtswidrigen Krieg der USA und des zionistischen Regimes gegen Iran zurückzuführen sei.
Araghchi schrieb weiter, das eigentliche Ziel des von den Vereinigten Staaten und Bahrain vorgelegten Resolutionsentwurfs bestehe darin, „die Realität vor Ort zu verfälschen“ und die früheren sowie gegenwärtigen rechtswidrigen Handlungen Washingtons gegen Iran im Persischen Golf und in der Straße von Hormus zu rechtfertigen – einer Region, die tausende Kilometer von den amerikanischen Küsten entfernt liege.
Er betonte, die internationale Gemeinschaft dürfe nicht zulassen, dass der Sicherheitsrat von Aggressoren missbraucht oder zu einem Instrument zur Legitimierung ihrer illegalen Maßnahmen gemacht werde.
Der iranische Außenminister warnte zudem davor, etablierte Regeln und Prinzipien des Völkerrechts in einer Weise umzudeuten, die Aggressionen oder den illegalen Einsatz von Gewalt rechtfertigen könnte.
Die Initiatoren des Resolutionsentwurfs würden mit einer selektiven und parteiischen Darstellung das internationale Recht instrumentalisieren und gleichzeitig die schweren Verstöße der USA gegen eben dieses Recht ignorieren, erklärte Araghchi. Der Entwurf verschweige zudem die wiederholten Verstöße Washingtons gegen die Waffenruhe, darunter die „illegale Seeblockade“, Angriffe auf iranische Schiffe sowie deren Beschlagnahmung.