Die Sarir-Luftabwehrdrohne ist eine effektive Waffe gegen feindliche Luftfahrzeuge
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Die Sarir-Luftabwehrdrohne
ParsToday– Unbemannte Luftfahrzeuge, auch Drohnen genannt, werden heute in vielen militärischen Bereichen eingesetzt.
Es gibt verschiedene Typen von Militärdrohnen, darunter Angriffs- und Kampfdrohnen, die Ziele am Boden oder in der Luft angreifen können, sowie Aufklärungs- und Spionagedrohnen und Unterstützungs- und Logistikdrohnen.
Zu den Angriffsdrohnen gehören speziell für die Luftabwehr entwickelte Drohnen, deren Aufgabe darin besteht, feindliche Luftfahrzeuge zu vernichten. Ein gemeinsames Einsatzfeld von Luftabwehr und Drohnen ist der Einsatz von Abfangdrohnen für Luftabfangoperationen. In Iran wurden bisher mehrere Modelle sowohl als Selbstmorddrohnen als auch mit Luft-Luft-Raketen ausgerüstet gebaut.
Die Sarir-Drohne (H-110) ist die erste luftabwehrspezifische Drohne der iranischen Luftwaffe, die mit Luft-Luft-Raketen ausgerüstet ist. Sarir ist eine von mehreren Drohnen, die vom zentralen Hauptqurtier Khatam Al-Anbiya der iranischen Armee entwickelt wurden. Sie wurde bei der Militärparade am 18. April 2013 vorgestellt und gilt als die erste luftabwehrspezifische Drohne der iranischen Armee.
Der damalige Kommandeur des Hauptquartiers Khatam Al-Anbiya, Brigadegeneral Farzad Esmaili, erklärte, die Sarir-Drohne sei radarunsichtbar, habe eine hohe Reichweite und eine lange Lebensdauer. Die Drohne könne mit Kameras und Luft-Luft-Raketen ausgestattet werden. Bisher seien Dutzende Exemplare produziert und eingesetzt worden.
Die Sarir-Drohne kann aus jeder Richtung starten. Wenn das Flugzeug beispielsweise nach Westen fliegt, kann es mithilfe eines zweiten Motors auf der gegenüberliegenden Seite die Richtung ändern und nach Osten fliegen.
Esmaili betonte: „Sarir ist eine Drohne für alle Missionen.“ Die Drohne bildet eine verdeckte Schicht der Luftabwehr und die verwendeten Raketen können gegen mehrere Ziele eingesetzt werden, einschließlich angreifender Drohnen.
Merkmale
Die Sarir-Drohne ist etwa sieben Meter lang, hat eine Flügelspannweite von neun Metern und ist weniger als zwei Meter hoch. Mit einer Flugausdauer von acht bis 12 Stunden kann sie eine Flughöhe von 3.500 bis 5.500 Metern erreichen. Die maximale Nutzlast beträgt rund 100 Kilogramm.
Zu den wichtigsten Eigenschaften dieser Drohne zählen Radarunsichtbarkeit, große Reichweite, lange Lebensdauer, die Fähigkeit zur Bewaffnung und Kameraausrüstung sowie eine höhere Flugausdauer als bei bemannten Luftfahrzeugen. Sie ist in der Lage, Ziele zu erkennen, anzugreifen und Aufnahmen von feindlichen Stellungen zu machen.
Die Sarir-Drohne verfügt über zwei Kolbenmotoren mit Propeller: einen vorne am Rumpf und einen hinten. Damit ist sie derzeit die einzige Kampfdrohne Irans mit zwei Kolbenmotoren: ein ziehender Propellermotor vorne und ein schiebender hinten.
Die Hauptvorteile der Zwei-Motor-Konfiguration sind eine höhere Zuverlässigkeit, eine gesteigerte Geschwindigkeit, eine höhere Flughöhe, eine bessere Steigrate und eine größere Nutzlastkapazität. Der Einsatz von zwei Motoren dient vermutlich dazu, die Auftriebskraft zu erhöhen, um Luft-Luft-Raketen tragen zu können. Das Anbringen von zwei Raketen unter den Flügeln einer Drohne dieser Größe würde den Luftwiderstand erhöhen.
Die Anordnung der beiden Motoren vorne und hinten erhöht die Überlebensfähigkeit und Zuverlässigkeit, insbesondere bei langen oder riskanten Flügen. Im Vergleich zu einer seitlichen Motoranordnung reduziert sie außerdem den Luftwiderstand und das Gewicht. Allerdings ist der Gesamtkraftstoffverbrauch bei zwei Motoren tendenziell höher als bei einem einzelnen Motor vergleichbarer Technologie.
Weitere strukturelle Merkmale der Drohne sind trapezförmige Flügel und ein H-förmiger Doppelrumpf-Heckbereich. Die Steuerflächen am Heck bestehen aus zwei getrennten vertikalen Leitwerken und einem horizontalen Leitwerk.
Somit verfügt die Drohne über trapezförmige Flügel ohne Rückschräge an der Vorderkante, eine leicht nach vorne geneigte Hinterkante, eine Aufhängung der Flügel über dem Rumpf, separate Steuerflächen an den Flügeln, ein H-förmiges Doppelrumpfheck, nach innen geneigte vertikale Leitwerke, entsprechende Steuerflächen an horizontalen und vertikalen Leitwerken, Waffenträger unter jedem Flügel.