Der Sieg Irans im Medienkrieg gegen die USA
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Der Sieg Irans im Medienkrieg gegen die USA
ParsToday– In einem Bericht räumt das Wall Street Journal ein, dass Iran im „Krieg der Narrative“ gegen die USA und Israel die Oberhand gewonnen hat. Dies gelang ihm durch die Produktion und Verbreitung einer Reihe von LEGO-basierten Videos in den sozialen Netzwerken.
Dieses Eingeständnis einer der wichtigsten westlichen Zeitungen gilt als ernstes Warnsignal für die globalen Machtverhältnisse im Bereich der „Soft Power“. Demnach hat Iran nicht auf dem militärischen Feld, sondern in der Arena der „Narrative“ die mächtige Medienmaschine der USA übertroffen.
Auch The Guardian berichtete, dass Iran nun die Oberhand im Krieg in den sozialen Medien hat. Die Technologieexperten der Generation Z interagieren dabei direkt mit westlichen Zielgruppen und setzen auf Spott und Ironie gegenüber der Trump-Regierung.
The Economist analysiert dies vertiefend: Mit KI-gestützten LEGO-Videos gewinnt Iran die Propagandaschlacht gegen den „Hollywood-Ursprung“. In den ersten Kriegswochen erreichten zwei pro-iranische Netzwerke auf der Plattform X über eine Milliarde Aufrufe.
Laut Experten beruht dieser Erfolg auf drei Faktoren:
1. Universelle Symbole: LEGO-Animationen wirken spielerisch und nostalgisch. Sie senken die anfängliche Resistenz westlicher Nutzer gegenüber politischen Botschaften und dienen als „Trojanisches Pferd” für antiamerikanische sowie legitime iranische Botschaften.
2. Einsatz von KI und schnelle Produktion: Junge Iraner erstellen mithilfe von KI-Modellen, die mit westlichen Inhalten trainiert wurden, innerhalb weniger Stunden kinoreife Videos als Reaktion auf aktuelle Ereignisse. Diese Geschwindigkeit verschafft einen strategischen Vorteil in einem Kampf, in dem jede Sekunde die öffentliche Meinung verändern kann.
3. Kenntnis der Subkulturen und Schwachstellen des Gegners: Die meist anonymen Produzenten stammen aus der Generation der 2000er-Jahre. Sie kennen Schlüsselthemen der US-Gesellschaft wie den Jeffrey-Epstein-Skandal, den Vietnamkrieg, Trumps ethische Verfehlungen und die allgemeine Unzufriedenheit. Dadurch erzielen ihre Inhalte virale Wirkung über das gesamte politische Spektrum – von rechtsradikal bis linksliberal.
Narges Bajgholi, Professorin an der Johns Hopkins University, kommentierte: „In meinen 15 Jahren professioneller Arbeit habe ich noch nie erlebt, dass Algorithmen in so unterschiedlichen politischen Lagern auf dasselbe Thema reagieren.“ Iran übertrage effektiv das Management der globalen öffentlichen Meinung an eine junge, versierte Generation von Content-Produzenten, die Online-Diskurse genau analysiert hätten.
Dieser Sieg ist laut Bajgholi kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Erfahrung im „Krieg der Narrative“ – von der Unterstützung legitimer Bewegungen in der Region bis hin zur Überwindung der medialen Hegemonie des Westens. Dies wird auch vom Wall Street Journal, Guardian und Economist anerkannt. Es handelt sich nicht um eine kurzfristige Kampagne, sondern um das Ergebnis strategischen Denkens. Wer heute die ansprechendste, schnellste und verständlichste Narrative liefert, gewinnt das Schlachtfeld – unabhängig von Flugzeugträgern oder dem Militärbudget. Der Iran hat diese Lektion verinnerlicht und demonstriert nun beispiellose Fortschritte einer Regionalmacht im Zentrum des Soft-Power-Krieges gegen die USA.