General Rezaei: Die Kontrolle über die Straße von Hormus liegt bei Iran
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General Mohsen Rezaei, ehemaliger Kommandeur der IRGC
ParsToday– In einem Interview mit dem US-Sender CNN erklärte der ehemalige Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) während des achtjährigen Verteidigungskrieges, dass die Straße von Hormus Iran und Oman gehöre und ihre Verwaltung in den Händen dieser beiden Staaten liege.
Als Reaktion auf die Aussage eines CNN-Reporters, die USA würden keine Gebühren oder Kosten im Zusammenhang mit der Straße von Hormus akzeptieren, sagte General Mohsen Rezaei, ehemaliger Kommandeur der IRGC: „Die Straße von Hormus gehört Iran und Oman und ihre Verwaltung liegt in unserer Verantwortung. Daher müssen Umwelt- und Dienstleistungsgebühren für die Durchfahrt erhoben werden. Erwarten die Amerikaner etwa, dass die Kosten für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus aus den Steuergeldern des iranischen Volkes bezahlt werden?”
Auf die Frage, wie gefährlich die aktuelle Lage im Persischen Golf sei, antwortete Rezaei: „Für den Handel stellt die Straße von Hormus keine Gefahr dar. Gefährlich ist sie jedoch für Unsicherheit und militärische Aufmärsche. Es sind die USA, die diese Region destabilisiert haben. Sollte Washington diesen Kurs fortsetzen, wird es eine schwere Niederlage erleiden. Es sind die USA, die durch ihr Verhalten Spannungen und Konflikte verursachen.“
Zur iranischen Urananreicherung erklärte Rezaei: „Im Bereich der Urananreicherung hat Iran stets im Einklang mit den internationalen Vorschriften und dem Atomwaffensperrvertrag (NPT) gehandelt. Im Rahmen des Atomabkommens (JCPOA) hatten wir zudem eine Vereinbarung mit den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates und Deutschland getroffen. Dieses Abkommen wurde jedoch von US-Präsident Donald Trump einseitig aufgekündigt. Deshalb haben wir heute keinerlei Vertrauen in ein neues Nuklearabkommen mit Trump und führen derzeit auch keine Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.“
Auf die Bemerkung des CNN-Reporters, Trump habe erklärt, auf eine Antwort Irans zu warten, erwiderte Rezaei: „Iran hat klar gesagt: ‚Geben Sie die eingefrorenen iranischen Vermögenswerte frei.‘ Die Amerikaner liefern jedoch nur vage Antworten. Sie sind diejenigen, die Klarheit schaffen müssen.“
Abschließend reagierte Rezaei auf die Aussage des Reporters, ein fortgesetzter Konflikt und mögliche Angriffe auf die iranische Infrastruktur würden Iran erhebliche Schäden zufügen: „Sollte der Krieg andauern und die Blockade fortgesetzt werden, werden wir den Konflikt über die Region hinaus ausweiten – vom Indischen Ozean über das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab bis hin zum Mittelmeer. Das hätte für die USA äußerst schwerwiegende Konsequenzen.“