Sardasht – Opfer chemischer Waffen und westlicher Doppelmoral
https://parstoday.ir/de/news/iran-i103948-sardasht_opfer_chemischer_waffen_und_westlicher_doppelmoral
ParsToday– Anlässlich des Jahrestages des Chemiewaffenangriffs auf die iranische Stadt Sardasht forderte der stellvertretende iranische Außenminister für Rechts- und internationale Angelegenheiten, die Verantwortlichen dieses Verbrechens konsequent zur Rechenschaft zu ziehen.
(last modified 2026-06-28T06:24:31+00:00 )
Jun 28, 2026 08:23 Europe/Berlin
  • Der stellvertretende Außenminister für Rechts- und internationale Angelegenheiten Kazem Gharibabadi
    Der stellvertretende Außenminister für Rechts- und internationale Angelegenheiten Kazem Gharibabadi

ParsToday– Anlässlich des Jahrestages des Chemiewaffenangriffs auf die iranische Stadt Sardasht forderte der stellvertretende iranische Außenminister für Rechts- und internationale Angelegenheiten, die Verantwortlichen dieses Verbrechens konsequent zur Rechenschaft zu ziehen.

Laut ParsToday unter Berufung auf die Nachrichtenagentur IRIB schrieb Kazem Gharibabadi, stellvertretender Außenminister für Rechts- und internationale Angelegenheiten, in einem Beitrag auf X: „Sardasht war nicht nur Opfer chemischer Bomben, sondern auch Opfer der Doppelmoral und des Schweigens jener Staaten wie Deutschland, die USA, Großbritannien und die Niederlande, welche das Regime Saddam Husseins mit diesen unmenschlichen Waffen ausstatteten und anschließend das Leid Tausender Opfer ignorierten. Wir werden die Verantwortung der Täter dieses Verbrechens mit Nachdruck weiterverfolgen.“

Am 28. Juni 1987 bombardierte die Luftwaffe des irakischen Baath-Regimes vier dicht besiedelte Gebiete der nordwestiranischen Stadt Sardasht mit chemischen Waffen. Bei diesem Angriff wurden 110 Zivilisten getötet. Weitere 8.000 Menschen kamen mit den giftigen Kampfstoffen in Kontakt und erlitten schwere Vergiftungen. Viele der Überlebenden leiden bis heute unter den langfristigen gesundheitlichen Folgen dieses Chemiewaffenangriffs.