Araghchi: Keine Regierung kann dauerhafte Sicherheit auf Kosten der Sicherheit anderer schaffen
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Der iranische Außenminister Abbas Araghchi
ParsToday/Mehr – Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, keine Regierung könne dauerhafte Sicherheit auf Kosten der Sicherheit anderer schaffen. Die Probleme der Region müssten von den Ländern der Region selbst und innerhalb der Region gelöst werden.
Am Samstag sagte Araghchi auf der 52. Sitzung des Außenministerrates der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Bagdad, die OIC sei gegründet worden, um der islamischen Umma eine gemeinsame Stimme zu geben, die Solidarität und Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsame Interessen zu verteidigen. Die Charta der Organisation beruhe auf Grundsätzen, die auch in der Charta der Vereinten Nationen verankert seien: souveräne Gleichheit, territoriale Integrität, Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, friedliche Beilegung von Streitigkeiten sowie der Verzicht auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt.
Araghchi betonte, Iran habe sich stets zum Völkerrecht, zur Charta der Vereinten Nationen und zur Diplomatie bekannt. In den vergangenen zwei Jahren habe Iran seine diplomatischen Bemühungen fortgesetzt. Die USA hätten hingegen einen entgegengesetzten Weg eingeschlagen: Aggression, Drohungen, Attentate und Wirtschaftskrieg – unter offenkundiger Missachtung des Völkerrechts und der UN-Charta.
Bei der militärischen Aggression der USA und des israelischen Regimes gegen Iran seien rund 5.000 Menschen getötet worden, darunter Hunderte Frauen und Kinder. Die USA und das israelische Regime hätten unter schwerwiegender Verletzung des Völkerrechts den Revolutionsführer Irans sowie weitere hochrangige politische und militärische Verantwortliche ermordet, erklärte Araghchi.
Der iranische Außenminister führte aus, der Tod von mehr als 160 Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften in Minab, der Angriff mit Streubomben auf ein Sportstadion in Lamerd, die Bombardierung einer Entsalzungsanlage auf der südiranischen Insel Qeshm sowie der Angriff auf eine Hochzeitsfeier in Kuhestak im Kreis Sirik seien nur einige dokumentierte Beispiele für amerikanisch-israelische Kriegsverbrechen gegen Iran.
Araghchi erklärte weiter, Frieden lasse sich nicht auf der Drohung mit Vernichtung aufbauen. Iran bekenne sich zur sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus, einer Wasserstraße, die für die Energieversorgung und den Handel zahlreicher OIC-Mitgliedstaaten von entscheidender Bedeutung sei. Bis zum 28. Februar 2026 sei die Meerenge vollständig offen und sicher gewesen. Die seither bestehende Unsicherheit und die Beeinträchtigung der Schifffahrt seien eine direkte Folge der aggressiven Handlungen der USA und des israelischen Regimes.
Sicherheit könne nicht wiederhergestellt werden, indem frühere Fehler und Verbrechen wiederholt würden. Man könne ein Land nicht bombardieren, mit seiner Vernichtung drohen und es blockieren und anschließend erwarten, dass die Sicherheit der Schifffahrt wiederhergestellt werde, betonte der Außenminister.