Iran ist gegen ausländischen Militäreinsatz im Nordirak
Bagdad (ParsToday) - Iran ist nach Angaben von Verteidigungsminister Brigadengeneral Amir Hatami gegen den ausländischen Militäreinsatz im Nordirak.
Irans Verteidigungsminister sprach sich am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Nationalen Sicherheitsberater Iraks, Faleh al-Fayad, in Bagdad für den Respekt vor der nationalen Souveränität des Landes aus.
"Der Irak soll nicht dafür benutzt werden, mit anderen regionalen Länder abzurechnen", fügte Brigadengeneral Amir Hatami hinzu.
"Die Zusammenarbeit zwischen Iran und dem Irak im Verteidigungsbereich zur Bekämpfung des Terrorismus ist ein gutes Muster für bilaterale Kooperationen. Dieses erfolgreiche Muster könne von anderen Ländern eingesetzt werden", hob der iranische Verteidigungsminister hervor.
"Iran steht mit aller Kraft neben dem irakischen Volk und der Regierung in Bagdad und setzt seine Unterstützung bis zur Entwurzelung der kriminellen IS-Terrormiliz fort", erklärte er weiter. "Die unverantwortlichen und kriminellen Maßnahmen westlicher Länder und der Verfechter der Menschenrechte in der Region sowie die jüngsten Raketenangriffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf Syrien zeigen die weitere Einmischung der Ausländer in die internen Angelegenheiten regionaler Länder bei der Bestimmung ihres Schicksals", hieß es.
Der irakische Sicherheitsberater betonte seinerseits, dass Bagdad keinem Land erlaube, sich in die internen Angelegenheiten des Landes einzumischen und die strategischen Beziehungen zu Iran zu stören.
"Diese Beziehungen werden keineswegs durch Interventionen beeinflusst", sagte er.
Faleh al-Fayad würdigte dann die grundlegende und strategische Politik Irans beim Kampf gegen den Terrorismus sowie die Unterstützung der Völker in Syrien sowie im Irak und fügte hinzu: Würde Iran den Irak und Syrien nicht unterstützen, wäre die gegenwärtige Lage in diesen Ländern viel komplizierter.
Irans Verteidigungsminister ist am Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch sowie zu Gesprächen mit den irakischen Regierungsvertretern in Bagdad eingetroffen.
Anfang April wurden türkische Soldaten unter dem Vorwand der Bekämpfung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK im Nordirak stationiert. Die irakische Regierung und andere Länder kritisierten den türkischen Militäreinsatz in dem Land.