Sprecher iranischer Atombehörde: Über Inbetriebnahme von Fardo wird entschieden
Teheran (ParsToday) - Hochrangige iranische Funktionsträger und der Überprüfungsausschuss des Atomabkommens sind laut dem Sprecher der Teheraner Atombehörde dabei, die Inbetriebnahme der Atomanlage "Fardo" außerhalb des Atom-Deals zu prüfen.
Behruz Kamalwand ging in einem Interview am Mittwoch auf die Inbetriebnahme der Atomanlage Fardo und die Urananreicherung nach Auflösung des Atomabkommens ein und sagte: Derzeit wird keine Anreicherung von Uran dort betrieben. Damit werde man erst nach einem Ausstieg aus dem Atom-Deal beginnen und erst dann, wenn hohe iranische Verantwortungsträger über eine erneute Anreicherung von Uran entschieden haben.
In Bezug auf die Gespräche zwischen Iran und China über den Reaktorbau nahe Arak sagte er: Glücklicherweise sind die Gespräche zeitmäßig auf einem guten Stand und die chinesische Seite wird nach der endgültigen Genehmigung binnen der nächsten zwei bis drei Monate mit dem Bau und der Ausrüstung des Arak-Reaktors beginnen.
Der Sprecher der iranischen Atombehörde betonte ferner, dass gemäß der Resolution 2235 des UN-Sicherheitsrates genehmigte und in der Umsetzung befindliche Verträge, die in Anlehnung an das Atomabkommen geschlossen wurden, nicht von internationalen Konventionen betroffen seien. Somit werden die amerikanischen Maßnahmen nicht auf China zutreffen. Peking sei entschlossen, seinen Verpflichtungen treu zu bleiben und den Reaktor in Arak zu bauen.
Kamalwand ging ferner auf die Doppelzüngigkeit des Westen in Bezug auf die friedlichen Atomaktivitäten Irans und das militärische Atomprogramm des zionistischen Regimes ein und sagte, der Westen haben Israel bislang geholfen und es gibt keine Überwachung der nuklearen Aktivitäten dieses Regimes, die leider zu militärischen Zwecken verfolgt werden.