Regierungen und Unternehmen in Europa um Weiterverbleib im Iran bemüht
Paris/Berlin (IRINN) - Im Gegensatz zur Anti-Iran-Politik des Weißen Hauses haben europäische Regierungsvertreter und Unternehmen neue Anstrengungen unternommen, um ihre Aktivitäten im Iran fortzusetzen.
Der Chef des französischen Autobauers Renault Carlos Ghosn sagte in diesem Zusammenhang, sein Unternehmen werde weiter im Iran verbleiben, auch wenn es seine Aktivitäten reduzieren müsse.
Renault und die iranische Organisation für industrielle Entwicklung (IDRO) unterzeichneten 2017 eine Kooperationsvereinbarung im Wert von 780 Millionen US-Dollar.
In diesem Zusammenhang hat auch die deutsche Bundesregierung eine Stelle eingerichtet, in der Fragen von betroffenen Unternehmen zum Iran-Geschäft beantwortet werden. Die "Kontaktstelle Iran" wird vom deutschen Wirtschaftsministerium betrieben. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) bietet zudem eine Hotline für Fragen zum Iran-Embargo an.
Darüber hinaus gab das deutsche Finanzministerium erneut seine Verpflichtung gegenüber dem Atomabkommen bekannt. Auch seien die staatlich unterstützten Garantien nach wie vor gültig.
US-Präsident Donald Trump ist am achten Mai unter der Vorbringung haltloser Anschuldigungen gegen Iran aus dem Atomabkommen ausgestiegen.
Die weiteren Unterzeichner des Atom-Deals mit Iran Großbritannien, Frankreich, Russland, China, Deutschland und auch die EU haben sich daraufhin für eine Wahrung dieser internationalen Vereinbarung ausgesprochen.