Iran bestellt Schweizer Gesandten aus Protest gegen Kriegstreiberei der USA ein
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Teheran (ParsToday) – Das iranische Außenministerium hat den Schweizer Geschäftsträger, dessen Land die Interessen der USA im Iran vertritt, einbestellt.
(last modified 2026-05-02T09:12:40+00:00 )
Jan 02, 2020 08:39 Europe/Berlin
  • Iran bestellt Schweizer Gesandten aus Protest gegen Kriegstreiberei der USA ein

Teheran (ParsToday) – Das iranische Außenministerium hat den Schweizer Geschäftsträger, dessen Land die Interessen der USA im Iran vertritt, einbestellt.

Der Chargé d’affaires der Schweizer Botschaft wurde am Mittwoch ins iranische Außenministerium einberufen, «um den starken Protest des Landes gegen die kriegerischen Worte Washingtons und die haltlosen Anschuldigungen gegen Iran zum Ausdruck zu bringen».

Mohsen Baharvand, der Generaldirektor des iranischen Außenministeriums für amerikanische Angelegenheiten, übergab dem Schweizer Gesandten Markus Leitner die offizielle Protestnote Irans, und forderte ihn auf den US-Verantwortlichen den Protest Irans zu übermitteln und ihnen mitzuteilen, dass "der Irak ein unabhängiges Land und das irakische Volk freiheitsliebend, unabhängig und würdevoll ist".

 

Iraks Volksmobilmachungseinheiten bestätigen US-Angriff auf ihre Basis in Anbar

Verärgert über US-Luftangriffe, bei denen am Sonntag über zwei Dutzend Kämpfer der irakischen Volksmobilmachungseinheiten (PMF) getötet wurden, stürmten hunderte von Demonstranten am Dienstag das Botschaftsgelände in der hochsicheren Grünen Zone und forderten auch den Abzug amerikanischer Truppen aus dem Irak.

US-Präsident Donald Trump hat als Reaktion auf den Anschlag Iran auf Twitter als "voll verantwortlich" für den Vorfall bezeichnet und hinzugefügt, dass auch die Demonstranten "verantwortlich gemacht werden". In einer separaten Erklärung warnte Trump später auch, dass Teheran nach dem Angriff "einen sehr hohen Preis zahlen" würde.

"Die amerikanische Armee hat mindestens 25 junge Iraker getötet und unzählige weitere verletzt, ohne den geringsten Beweis dafür zu erbringen, dass sie ein Verbrechen begangen haben", sagte Baharvand dem Schweizer Gesandten.

Er sagte, es sei nur natürlich, dass die irakische Bevölkerung auf diese Weise auf ein Land reagiere, das ihre Heimat besetzt habe, und ihre jungen Menschen töte. Die US-Streitkräfte haben gleichzeitig zwei Luftangriffe in Syrien durchgeführt, was darauf hindeutet, dass sie "andere Ziele verfolgen und sich dafür Ausreden ausdenken".

"Die amerikanischen Funktionsträger sollten lieber ihre Anschuldigungen beenden und aufhören, uns zu beschuldigen, ohne Beweise vorzulegen", fügte er hinzu.

„Iran ist kein kriegssüchtiges Land, wird aber keiner Bedrohung oder unklugen Maßnahme tatenlos zuschauen, sondern sich nachdrücklich verteidigen. Anstatt unbegründete Anschuldigungen gegen andere zu erheben, sollte die US-Regierung lernen, mit anderen Nationen Gespräche zu führen und ihre Besatzungspolitik zu beenden“, sagte Baharvand abschließend.