Zarif: Weltgrößter Waffenverkäufer beantragt Waffenembargo gegen Iran
Teheran (ParsToday/PressTV) - Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif hat auf die Versuche seines amerikanischen Amtskollegen reagiert, ein Programm zur Verlängerung eines Waffenembargos der Vereinten Nationen gegen Iran voranzutreiben, und erklärt, die USA verbreiten Waffen auf der ganzen Welt, und sind der Weltgrößte Kriegsinitiator.
In einem Beitrag auf seinem offiziellen Twitter-Account am Samstag beschrieb Zarif die USA als den weltweit führenden Staat bei Militärausgaben, Waffenverkäufen, und als größten Initiator und Anstifter von Kriegen sowie Profitmacher bei Konflikten. Und unter solchen Umständen sei ihr Außenminister Mike Pompeo "anscheinend besorgt um Iran".
The U.S. has long been the world's top
- Military spender
- Arms seller
- War initiator & instigator
- Conflict profiteer.
Yet @SecPompeo is apparently so worried about Iran—a huge U.S. arms customer till 1979—that he's pouring weapons all over the globe.#UnitedStatesOfArms pic.twitter.com/29dwpdIQmQ
— Javad Zarif (@JZarif) May 2, 2020
In einem Bericht der New York Times vom 26. April heißt es, Pompeo plane, sich auf eine Bestimmung in dem von den Vereinten Nationen gebilligten internationalen Atomabkommen zu berufen, um das seit 2006/2007 geltende Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Iran über den Oktober hinaus zu verlängern, oder den Weltkörper dazu zu bringen, noch härtere Sanktionen gegen die Islamische Republik zu verhängen.
Die Aufhebung des iranischen Waffenembargos basiert auf dem Atomabkommen (JCPOA), das 2015 zwischen Teheran und den großen Weltmächten unterzeichnet wurde. Trotz globaler Kritik zogen sich die USA im Mai 2018 einseitig aus der JCPOA zurück, die Präsident Donald Trump als "das schlechteste Geschäft aller Zeiten" bezeichnete, und verhängten die Anti-Iran-Sanktionen erneut.
Der außenpolitische Chef der Europäischen Union sagte am Donnerstag, dass die USA nicht länger Mitglied des JCPOA seien, und wies auf die Einschränkungen hin, mit denen Washington bei seinem erklärten Versuch konfrontiert ist, das Waffenembargo im Rahmen des Abkommens gegen Teheran zu verlängern.