Zarif: Justizsystem der USA ist in Misskredit geraten
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Der iranische Außenminister, Mohammad Javad Zarif
Teheran (Press TV) - Der iranische Außenminister hat die Beschlagnahme von 2 Milliarden Dollar iranischen Vermögens in den USA durch die amerikanische Justiz für Opfer von Terroranschlägen im Libanon und in den USA als ein Vorgehen bezeichnet, welches die US-Justiz in Misskredit bringe.
Mohammad Javad Zarif sagte am Montag in einem Interview mit der Zeitschrift 'The New Yorker' unter anderem: " Die Menschen in anderen Ländern können Gesetze erlassen um die amerikanischen Vermögenswerte zu beschlagnahmen. Würden Sie damit zufrieden sein? Die Vereinigten Staaten haben eine Menge von Verbrechen gegen die Iraner, gegen die Menschen in Vietnam, in Afghanistan, im Irak, begangen.
Können die geschädigten Menschen in ihren eigenen Ländern Gesetze erlassen, damit sie für diese ihnen entstandenen Schäden Geld aus den Vereinigten Staaten beschlagnahmen ? Wären Sie bereit, dies zu akzeptieren? Warum also sollten wir die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA akzeptieren? Der Oberste Gerichtshof ist der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, nicht der Oberste Gerichtshof der Welt. Wir sind nicht unter ihrer Gerichtsbarkeit, noch ist es unser Geld.
Zarif sagte, kein Gericht werde diesen Fall akzeptieren und, dass Iran das beschlagnahmte Geld von den USA zurückbekommen werde.
Iran weist jegliche Beteiligung an dem Anschlag auf eine US-Kaserne im Jahr 1983 zurück, bei dem 241 US-Soldaten getötet wurden.
Washington machte den Iran für diesen Anschlag mitverantwortlich.