Iran begrüßt UNO-Friedensinitiative für Jemen
Teheran (ParsToday) - Das iranische Außenministerium hat die UN-Initiative im Jemen begrüßt, die Militäroperationen im Jemen für zwei Monate auszusetzen und den Verkehr von Schiffen mit Lebensmitteln und Treibstoff sowie die teilweise Wiedereröffnung des Flughafens Sanaa zu ermöglichen.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Saeed Khatibzadeh, gab am Samstagmorgen eine Nachricht heraus, in der er die Hoffnung zum Ausdruck brachte, dass der Schritt ein Auftakt zu einer vollständigen Aufhebung der Blockade und einem dauerhaften Waffenstillstand sein könnte, um eine politische Lösung für die Krise im Jemen zu finden.
Khatibzadeh betonte die Haltung des Iran zur Unterstützung einer politischen und humanitären Lösung im Jemen und sagte: Wir hoffen, dass wir kurz vor dem heiligen Monat Ramadan durch die Priorisierung humanitärer Fragen und die Fortsetzung des Waffenstillstands verbesserte humanitäre Bedingungen und einen vollständigen Austausch von Gefangenen und Inhaftierten durch die Konfliktparteien sehen werden.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums äußerte auch die Hoffnung, dass der Schritt den Weg für eine politische Initiative zur Lösung der Krise ebnen könnte.
Laut Angaben des UN-Sonderbeauftragten für den Jemen Hans Grundberg vom Freitagabend hätten die Regierung der nationalen Rettung im Jemen und die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition positiv auf den UN-Vorschlag reagiert, einen zweimonatigen Waffenstillstand einzuführen, der am Samstag, den 2. April um 19 Uhr (Ortszeit) in Kraft tritt.
Zuvor hatten am vergangenen Wochenende bereits die jemenitischen Ansarullah-Kämpfer eine dreitägige Waffenruhe verkündet und angeboten, dass diese auch in einen dauerhaften Waffenstillstand umgewandelt werden könnte. Am Mittwoch dann hatte Saudi-Arabien angekündigt, während des Ramadans keine Einsätze im Jemen durchzuführen.
Saudi-Arabien startete mit Unterstützung der Vereinigten Staaten, der Vereinigten Arabischen Emirate und mehrerer anderer Länder am 26. März 2015 eine militärische Invasion im Jemen und verhängte eine Land-, See- und Luftblockade des Landes.
Nach Angaben der Vereinten Nationen erlebt der Jemen die schlimmste humanitäre Krise der Welt. 80 Prozent der 29 Millionen Menschen im Jemen brauchen jetzt Hilfe, um zu überleben.