Warum fürchten zionistische Extremisten einen Waffenstillstand in Gaza?
https://parstoday.ir/de/news/west_asia-i101424-warum_fürchten_zionistische_extremisten_einen_waffenstillstand_in_gaza
ParsToday– Der Plan von US-Präsident Donald Trump für einen Waffenstillstand im Gazastreifen ist noch nicht umgesetzt worden, und extremistische Zionisten unterstützen diesen Prozess nicht.
(last modified 2026-02-10T10:44:51+00:00 )
Jan 20, 2026 11:29 Europe/Berlin
  • Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich
    Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich

ParsToday– Der Plan von US-Präsident Donald Trump für einen Waffenstillstand im Gazastreifen ist noch nicht umgesetzt worden, und extremistische Zionisten unterstützen diesen Prozess nicht.

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich kritisierte, wie auch der israelische Innenminister Itamar Ben-Gvir, den US-Plan für den Gazastreifen und erklärte, dieser Plan liege nicht im Interesse Israels und der Gazastreifen müsse angegriffen werden.

Der israelische Finanzminister sprach sich ebenfalls gegen den von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Plan zur Verwaltung des Gazastreifens aus und sagte: „Wir müssen Trump darüber informieren, dass sein Plan für den Gazastreifen schlecht für Israel ist.“

Zuvor hatte auch Ben-Gvir die Erklärung des Büros vom israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu unterstützt, in der sich das Regime gegen „die Bildung eines Gaza-Exekutivkomitees ohne Abstimmung mit Israel und im Widerspruch zu seiner Politik“ aussprach.

Netanjahus Büro hatte zuvor eine Erklärung veröffentlicht, in der es Trump und seinen Plan für den Gazastreifen kritisierte und betonte, dass die Ankündigung der Bildung des Gaza-Exekutivkomitees ohne Abstimmung mit Israel erfolgt sei und im Widerspruch zu dessen Politik stehe.

Trumps Waffenstillstandsplan hat den Krieg im Gazastreifen nicht beendet, und die extremistische zionistische Opposition gegen den anderen Plan des US-Präsidenten zur Verwaltung des Gazastreifens ist ebenfalls ein Zeichen ihrer Unzufriedenheit mit dem Ende des Krieges.

Für die extremistisch-zionistischen Strömungen ist ein Waffenstillstand weder eine humanitäre Notwendigkeit noch ein Schritt hin zu regionaler Stabilität, sondern vielmehr eine Bedrohung für die Fortsetzung der Besatzung, wodurch ihre Pläne und Ideen für die vollständige Besetzung Palästinas zunichte gemacht werden.

Innenpolitisch stellt die Fortsetzung des Krieges für Smotrich und Ben-Gvir eine politische Situation dar. Ihr Team, die sich hauptsächlich aus Siedlern und extremistischen zionistischen Gruppen zusammensetzt, sieht den Krieg nicht als Krise, sondern als Mittel zum Zweck. In diesem Umfeld könnte ein Waffenstillstand als „Kapitulation“ interpretiert werden und ihre politische Position schwächen.

Der Widerstand extremistischer Zionisten gegen den Waffenstillstand im Gazastreifen ist keine vorübergehende Reaktion, sondern Teil ihrer langfristigen Strategie, die Besatzung fortzusetzen und die Bildung eines unabhängigen palästinensischen Staates zu verhindern.