Waffengeschäfte Frankreichs und Deutschlands im Schatten des Falls Khashoggi
Paris (IRNA/ParsToday) - Frankreich und Deutschland wollen ihre Waffenverträge mit Saudi-Arabien nach dem Mord an dem saudischen Journalisten und Regimekritiker Jamal Khashoggi, überprüfen.
Der französische Außenministeriumssprecher "Olivier Gavin" hat am Montag bei einer Pressekonferenz in Paris bezüglich der Forderung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Waffenkäufe an Saudi-Arabien zu stoppen, bis der Fall Khashoggis vollkommen aufgeklärt sei, gesagt: "Paris wird seine Waffenverträge mit Saudi-Arabien überprüfen."
Die deutsch Bundeskanzlerin hatte am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Hessen den Mord an Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul als ein "hässliches und beschämendes" Vorgehen bezeichnet und versprochen, bis zur vollkommenen Klärung des Falls keine Waffen an Saudi-Arabien zu verkaufen.
Seit Beginn 2018 hat Deutschland Rüstungsgüter im Wert von 400 Millionen Euro an Saudi-Arabien geliefert. Saudi-Arabien ist nach Algerien der zweitgrößte Waffenkunde Deutschlands.
Auch Belgien hat den Stopp von Waffenexporten an Saudi-Arabien wegen des Mordes an Khashoggi erklärt.
Der saudi-arabische Journalist und Regimekritiker Jamal Khashoggi ist seit dem Aufsuchen des saudischen Konsulats in Istanbul am 2. Oktober 2018 verschwunden.
Das saudische Regime hat am Freitagabend, nach 18 Tagen des Schweigens und Dementierens, endlich unter dem Druck der internationalen Gemeinschaft bestätigt, dass Khashoggi im Konsulat ermordet wurde.