Trumps Nahost-Plan international verurteilt
Tel Aviv (ParsToday/IRNA) - Viele Länder sowie politische Persönlichkeiten haben den am Dienstagabend von US-Präsident Donald Trump vorgestellten sogenannten "Deal des Jahrhunderts" verurteilt.
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag in einer einseitigen Maßnahme, ungeachtet regionaler und internationaler Einwände, den amerikanisch-zionistischen Plan "Deal des Jahrhunderts", im Beisein des zionistischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, vorgestellt.
Das hochrangige Mitglied der islamisch-palästinensischen Widerstandbewegung Hamas, Sami Abu Zuhri, hat die Erläuterungen Trumps über den sogenannten "Deal des Jahrhunderts" als absurd und wertlos bezeichnet und bekräftigte, Al-Quds (Jerusalem) gehöre auch weiterhin noch Palästina.
Der hochrangige schiitische Geistliche und Vorsitzende des Obersten Islamischen Rates im Irak Ammar al-Hakim, bezeichnete den Plan Trumps als eine gefährliche Verschwörung gegen Stabilität und Frieden in der Welt. In einem Tweet forderte al-Hakim den UN-Sicherheitsrat, die internationalen Organisationen, die Organisation für die Islamische Zusammenarbeit (OIC) und die Arabische Liga (AL) auf, eine historische Haltung einzunehmen und den sogenannten "Deal des Jahrhunderts" zu verurteilen.
Der stellvertretende irakische Parlamentspräsident Hassan Karim al-Kaabi bedauerte die Anwesenheit der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Omans und Bahrains bei der Vorstellung des zionistisch-amerikanischen Plans "Deal des Jahrhunderts" im Weißen Haus und forderte alle Führer der arabischen und muslimischen Länder sowie die Arabische Liga (AL) und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) auf, sich diesem Plan entgegen zu stellen.
Der Vorsitzende der Sadr-Bewegung Muqtada al-Sadr betonte, das heilige Al-Quds (Jerusalem) gehöre allen Religionen sowie zu Palästina, dem Land der Freien.
Der jordanische Außenminister Ayman Safadi sagte als Reaktion auf die Vorstellung des sogenannten Friedensplans "Deal des Jahrhunderts" durch Donald Trump, Amman wolle einen echten und gerechten Frieden entsprechend den internationalen Gesetzen, der das Ende der Besatzung sowie die Wahrung der Rechte des palästinensischen Volkes beinhalte.
Der Sprecher der jemenitischen Ansarollah-Bewegung Mohammad Abdelsalam schrieb auf seiner Twitterseite, der von Trump vorgestellte Plan sei eine klare Aggression gegen Palästina und die islamische Ummah, der durch Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, VAE, fianziert wurde zur Stärkung der Besatzung durch das zionistische Regime sowie zur Beseitigung der palästinensischen Ideale.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Abbas Mousavi bezeichnete den von Donald Trump auferlegten sogenannten "Deal des Jahrhunderts" als "Verrat des Jahrhunderts" an den Palästinensern und der islamischen Ummah.
Das türkische Außenministerium wies den "Deal des Jahrhunderts" zurück und teilte mit, dieser Plan sei eine Totgeburt. Das türkische Außenministerium betonte am Dienstagabend in einer Erklärung, Ankara erlaube nicht, dass das zionistische Regime seine Besatzung und Gewalttaten rechtfertige. Ankara werde sich um die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates bemühen, hieß es in der Erklärung weiter.
Viele Städte und Siedlungen im Westjordanland waren am Dienstagabend Schauplatz von Protesten gegen den sogenannten "Deal des Jahrhunderts". Bei Angriffen zionistischer Militärs auf die Demonstranten sind mindestens 22 Palästinenser verletzt worden. Der Palästinensische Rote Halbmond gab am Mittwochmorgen bekannt, dass die Armee des israelischen Regimes Tränengas gegen die Demonstranten in Al-Khalil, im Osten von al-Quds und in Al-Bireh eingesetzt habe.
Der von den USA vorgeschlagene Plan "Deal des Jahrhunderts" verletzt die Rechte des palästinensischen Volkes. Dieser Plan soll in Zusammenarbeit mit einigen arabischen Ländern ausgearbeitet worden sein. Dem "Deal des Jahrhunderts" zufolge sollen die Palästinenser ihren Besitzanspruch auf die Heilige Stadt Al-Quds (Jerusalem) aufgeben und die palästinensischen Flüchtlinge in anderen Ländern sollen auf ihr Rückkehrecht verzichten. Im Gegenzug dafür sollen sie die Möglichkeit bekommen, auf den verbliebenen Gebieten im Westjordanland und im Gazastreifen ihren eigenen Staat auszurufen.
US-Präsident Donald Trump hat am 6. Dezember 2017 im Rahmen des "Deals des Jahrhunderts" die besetzte Stadt Al-Quds (Jerusalem) als Hauptstadt des zionistischen Regimes anerkannt und die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Al-Quds angekündigt. Die US-Regierung hat diese Entscheidung am Montag, den 14. Mai 2018 in die Tat umgesetzt.
Al-Quds wird seit 1967 vom israelischen Regime besetzt.